Rückblick (2): Köpfe des Jahres 2021
Von Wimbledon-Finalisten über Olympioniken bis Nationalspieler
Nastasja Schunk
Vor 30 Jahren hat zum letzten Mal eine Deutsche das Juniorinnen-Finale in Wimbledon gewonnen. Es war Barbara Rittner. Heute ist sie Tennis-Bundestrainerin. Und sie hat ein Faible für Nastasja Schunk. Nicht erst, seit die 18 Jahre alte Altriperin im Juli im Wimbledon-Endspiel der Juniorinnen stand – und an Rittners Erfolg vor 30 Jahren schnupperte. Linkshänderin Schunk ist die beste deutsche Tennisspielerin in ihrer Altersklasse in Deutschland. In der Weltrangliste machte die Akteurin des BASF TC Ludwigshafen einen Sprung um 650 Plätze auf Rang 297.
Hendrik Wagner
Was für ein Jahr für den (Noch-)Handballer der Eulen Ludwigshafen. Erst muss der 24 Jahre alte Rückraumspieler den Abstieg nach vier Jahren Bundesliga verarbeiten. Dann wird bekannt, dass Wagner nach der aktuellen Zweitliga-Saison seinem Mentor und Förderer Ben Matschke zum Bundesligisten HSG Wetzlar folgt. Ja und dann wird der Shooting-Star auch noch Nationalspieler. Bundestrainer Alfred Gislason nominiert den linken Rückraumspieler ins A-Nationalteam. Bei der Europameisterschaft im Januar in der Slowakei und Ungarn ist Wagner aber nicht dabei.
Samantha Borutta
Die Freudentränen sind getrocknet. Per E-Mail erfuhr Samantha Borutta, dass sie zu den Olympischen Sommerspielen nach Tokio fliegen darf. Dort durften die 32 besten Hammerwerferinnen der Welt starten. Borutta stand zum Stichtag auf Platz 32. Ein Kindheitstraum ging in Erfüllung für die Mutterstadterin. Es deutete sich aber auch an. Borutta wurde dieses Jahr Europameisterin der U23. Sie schleuderte den Vier-Kilogramm schweren Hammer regelmäßig über 70 Meter. Ihre Bestweite erzielte die 21 Jahre alte Sportsoldatin in Fränkisch-Krumbach: 71,08 Meter.
Dennis Kudla
Der 27 Jahre alte Ringer hat sein Kunststück von 2016 wiederholt. Bei den Olympischen Sommerspielen in Rio de Janeiro gewann Kudla überraschend die Bronzemedaille in der Gewichtsklasse bis 85 Kilogramm. In Tokio wiederholte der Top-Athlet dieses Jahr nun seinen Erfolg. Er wurde Dritter in der Klasse bis 87 Kilogramm. Der viele Jahre für den VfK 07 Schifferstadt ringende und noch dort wohnende U23- sowie Junioren-Weltmeister Kudla startet seit einiger Zeit für den Bundesligisten ASV Alemannia Nackenheim.
Ben Matschke
Er schrieb nicht nur 2020 Schlagzeilen. Ben Matschke hat die Eulen Ludwigshafen, seinen Herzensverein, nach sechs Jahren als Trainer verlassen. Der Lehrer für Sport und Betriebswirtschaftslehre an einem Gymnasium in Schwetzingen stieg mit der Mannschaft 2017 in die Bundesliga auf. Vier Jahre blieben die Eulen in der Beletage des deutschen Handballs. Ausgerechnet in seiner Abschiedssaison stieg der Verein wieder ab. In einer tränenreichen Verabschiedung entschuldigte sich Matschke dafür. Dabei hat er die Fans all die Jahre mit sensationellen Leistungen entzückt.