Ludwigshafen RHEINPFALZ Plus Artikel Tschüss Beton, hallo Grün: Grünes Klassenzimmer am Böll-Gymnasium ist fertig

Auch die Lehrer des Mundenheimer Böll-Gymnasiums verbringen gerne Zeit im grünen Klassenzimmer: Kerstin Müller, Simone Betz, Gui
Auch die Lehrer des Mundenheimer Böll-Gymnasiums verbringen gerne Zeit im grünen Klassenzimmer: Kerstin Müller, Simone Betz, Guido Geßner und Julia Schuster (von links).

Lange hat sich die Schulgemeinschaft des Ludwigshafener Heinrich-Böll-Gymnasiums für ein grünes Klassenzimmer ins Zeug gelegt. Jetzt ist es endlich fertig.

Das grüne Klassenzimmer des Mundenheimer Heinrich-Böll-Gymnasiums (HBG) im Innenhof der Schule ist ein Schmuckstück geworden. Hier gibt es rustikale Sitzgelegenheiten, Spielgeräte, eine Bühne, viele Pflanzen und eine Verkaufsbude. Die Schüler und Lehrer freuen sich, dass das Gelände in diesem Frühling endlich fertig geworden ist. Vor allem in den großen Pausen werden die Tische und Bänke von den Kindern und Jugendlichen sehr gut genutzt – und auch gut behandelt, wie Simone Betz, die stellvertretende Schulleiterin, feststellt.

Aus gutem Grund: Das grüne Klassenzimmer ist ein Projekt der gesamten Schulgemeinschaft. Schüler, Eltern und Lehrer haben jahrelang an einem Strang gezogen, um das Vorhaben umzusetzen, und kräftig mit angepackt. Die Lehrerinnen Kerstin Müller und Julia Schuster zählen 18 Helfertage mit 4000 Schubkarren, die raus- und wieder reingeschoben wurden. 40 Tonnen Holzhackschnitzel sind in dem Innenhof verteilt worden, 3200 Pflastersteine wurden entfernt und 500 Pflanzen gesetzt.

Bewerbung bei Deutscher Umwelthilfe

Für die Umsetzung des Projekts brauchte die HBG-Schulgemeinschaft einen sehr langen Atem: Schon im Jahr 2023 bewarb sich das Gymnasium bei der Deutschen Umwelthilfe um Fördermittel. Und wurde ausgewählt. Denn der Schulhof des HBG samt Innenhof war bis dahin eine Betonwüste. Dann startete im Mai 2023 die Projektplanung durch den Arbeitskreis Grüner Schulhof in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung und dem Förderverein. Parallel dazu fanden Workshops der Deutschen Umwelthilfe statt.

Im Jahr 2024 folgten eine Planungswerkstatt mit dem Otterstadter Verein Naturspur, um Ideen für die Gestaltung des Innenhofs zu sammeln. Geld für das Projekt wurde mithilfe eines Spendenlaufs organisiert. Bei einem Freiwilligentag der Metropolregion Rhein-Neckar wurde der Innenhof im September zunächst entrümpelt.

Geld von zwei Stiftungen

Im Jahr darauf wurde schließlich der Verein Naturspur mit der Umgestaltung des Innenhofs beauftragt. Die Dietmar-Hopp- sowie die Sparkassen-Stiftung unterstützten das Vorhaben. Es gab weitere Helfertage und noch einen Spendenlauf. Im Herbst entstanden bereits die Bühne, Sitzgelegenheiten sowie die Beetumrandungen des grünen Klassenzimmers.

Viele Ehrengäste kommen

Der Endspurt für das Projekt ist in den vergangenen Monaten über die Bühne gegangen. Lehrerinnen haben die letzten Stauden gepflanzt, die Stadt hat einige Pflasterarbeiten erledigt und schließlich letzten Vorbereitungen für die Neueröffnung getroffen: Die Verkaufsbude „Schunke“, die nach einem Lehrer benannt ist, wurde geputzt, der Kicker-Tisch aufgestellt und das Sonnensegel aufgehängt. Dann wurde das grüne Klassenzimmer Anfang Mai mit einem Fest mit vielen Ehrengästen offiziell eröffnet: Mit dabei waren etwa Vertreter der Umwelthilfe, des rheinland-pfälzischen Umweltministeriums, der Stadt sowie des Vereins Naturspur und Ortsvorsteher Raymond Höptner (CDU).

Die Lehrerinnen Julia Schuster und Kerstin Müller sowie Vize-Schulleiterin Simone Betz freuen sich riesig über das gelungene Projekt, das die Schulgemeinschaft stärkt: „Die Schüler nehmen das alles sehr gut an, der Schulhof wird belebt. Und die Regeln, die für das Gelände aufgestellt wurden, werden gut eingehalten.“

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