Ludwigshafen RHEINPFALZ Plus Artikel Mundenheim setzt auf Zusammenhalt

Gemeinsam übergaben Ulla Walther-Thiedig und Ortsvorsteher Raymond Höptner den Übungsleiterpreis des Ludwigshafener Sportverband
Gemeinsam übergaben Ulla Walther-Thiedig und Ortsvorsteher Raymond Höptner den Übungsleiterpreis des Ludwigshafener Sportverbandes an Franziska Lenz von den VTV Mundenheim (links).

Die Probleme seien in allen Stadtteilen ähnlich, erklärte Mundenheims Ortsvorsteher Raymond Höptner beim Neujahrsempfang. Lösungen sieht er im Zusammenhalt.

Die Themen Parken, Ladenschließungen und illegaler Müll seien kein reines Mundenheimer Thema – und doch gibt es Unterschiede zum Rest der Stadt, sagte Ortsvorsteher Raymond Höptner (CDU). In Mundenheim gebe es „Anpacker“. Mindestens einer davon saß im Publikum: „Ich habe das Gefühl, wenn ich in Ludwigshafen eine Veranstaltung des Ehrenamtes besuche, ist Holger Scharff schon da.“ Oberbürgermeister Klaus Blettner (CDU) zeigte sich vom Multi-Funktionär beeindruckt.

Scharff war es auch, der den Besuchern als Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Mundenheimer Vereine die besten Wünsche mit auf den Weg gab: „Lassen Sie uns auch dieses Jahr gemeinsam anpacken.“ Denn das Ehrenamt sei die wahre Stütze der Gesellschaft und besonders die Vereine mit ihrer Jugendarbeit leisteten einen wichtigen Beitrag zu einem funktionierenden Miteinander.

Gemeinsame Aktionen tragen Stadtteil

Dem schloss sich der Ortsvorsteher an und unterstrich mit seinem Empfang zugleich seine Schwerpunkte: Da waren zunächst einmal die Sternsinger der Pfarrei Hll. Petrus und Paulus, mit denen Höptner früher selbst singend um die Häuser gezogen war und sich entsprechend textsicher zeigte. Es seien solche Aktionen, der gemeinsame Adventsmarkt, die gut besuchte Kerwe, aber auch die ehrenamtlich getragene Badestelle an der Großen Blies, die Mundenheim einzigartig unter den Stadtteilen machen. „Und den coolsten Ortsvorsteher haben sie auch noch“, ergänzte Blettner mit einem Augenzwinkern. So cool, dass er beinahe bei der Wettkampfgruppe der Tanzschule Weile hätte mittanzen können.

Doch bei allem Lob verschwiegen Höptner und Blettner auch bestehende Probleme nicht. Der Messerangriff auf einen 30-Jährigen, Streit und Schüsse zwischen zwei Großfamilien oder auch die Vorfälle an der Karolina-Burger-Realschule seien nicht schön, aber keine Ludwigshafen spezifischen oder gar Mundenheimer Probleme. „Das sind Probleme, die wir gesamtgesellschaftlich lösen müssen“, sagte Blettner.

Unterstützung von Stadtspitze gefordert

Die „Stärkung der Sicherheitskräfte“ sei daraus eine Forderung „an die Politik und damit unter anderem auch an mich selbst“, erklärte Höptner. Allerdings erwartet er Unterstützung aus der Stadtspitze. Gemeinsam gefundene Lösungen müssten auch umgesetzt werden. „Nur dann sind wir eine bürgerfreundliche Verwaltung und sorgen für Glaubwürdigkeit“, sagte er in Richtung des Oberbürgermeisters.

Der sieht den Schlüssel dafür in der Gemeinschaft, nannte den „Treff am Turm“ zur Kerwe und das Engagement der Munnemer Göckel als Leuchttürme. Als Vertreterin des Ludwigshafener Sportverbandes hatte Ulla Walther Thiedig ein weiteres leuchtendes Beispiel dabei. Franziska Lenz vom Verein VTV Mundenheim ist eine neue Trägerin des Preises, mit dem der Verband besonders engagierte Übungsleiter auszeichnet. „Das haben wir normalerweise immer im Rahmen einer Sitzung gemacht, aber hier beim Neujahrsempfang ist es ein größerer Rahmen“, sagte Walther-Thiedig in Richtung der Übungsleiterin für Turnen, Frauengymnastik und Wirbelsäulengymnastik sowie Organisatorin von Ausflügen und Besuchen des Deutschen Turnfests bei den VTV. Ihr wie allen Menschen, die sich für Mundenheim einsetzen, galt der Dank des Ortsvorstehers.

Dann übernahmen die Narren mit großem Regiment. Präsident Andreas Mack hatte nicht nur seinen Elferrat dabei, sondern auch seine Garden, die ihre Tänze präsentierten. Für den Ortsvorsteher hatte er noch ein kleines Geschenk mit Hintergedanken mitgebracht. „Egal, wo Dich der berufliche Weg in Zukunft hinführt: Bitte behalte Mundenheim immer in Gedanken“, sagte er, als er den Vereinsschal der Göckel überreichte, in dem sich ein dicker Knoten befand.

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