Ludwigshafen RHEINPFALZ Plus Artikel Medizinisches Zentrum: Lob für BASF-Pläne

So soll das medizinische Zentrum an der Brunckstraße aussehen.
So soll das medizinische Zentrum an der Brunckstraße aussehen.

Dass die BASF zwischen Tor 5 und Tor 11 ein medizinisches Zentrum bauen will, wird von den direkten Nachbarn begrüßt. Die CDU hat Verständnis dafür, dass der Konzern auf neues Bürogebäude verzichtet.

Die Ortsvorsteher Günther Henkel (Friesenheim) und Frank Meier (Oppau, beide SPD) sind am Dienstag von Werkleiter Uwe Liebelt über die Pläne der BASF informiert worden, die am Mittwochnachmittag bei einer Pressekonferenz für die breite Öffentlichkeit bekanntgeworden sind. Demnach plant das Unternehmen den Bau eines Medical Centers zwischen den Toren 5 und 11. Dort soll die Werksambulanz unterkommen, zugleich werden hier auch Fachärzte angesiedelt. Da das Zentrum vor den Werkstoren an der Brunckstraße entsteht, kann es auch von Bürgern genutzt werden. Außerdem teilte die BASF am Mittwoch mit, dass das geplante neue Bürogebäude an Tor 2 nun doch nicht gebaut werden wird. Es war bis vor wenigen Monaten als Ersatz für das Engelhorn-Hochhaus im Gespräch. Das Hochhaus wurde vor über fünf Jahren abgerissen.

Günther Henkel lobt für Friesenheim das medizinische Zentrum. Die Bürger des Stadtteils könnten vom Angebot profitieren. Frank Meier sagt für Oppau, dass er die BASF-Investition nicht als Konkurrenz zum in Oppau geplanten Ärztezentrum sehe. Denn im Zentrum der BASF hätten die Werksmitarbeiter Vorrang. Außerdem zeige die Investition, dass Ärzte eine moderne Infrastruktur bräuchten – und das sei ja auch ein Argument für das Oppauer Ärztehaus.

Giesse: „Keine Konkurrenz“

Mediziner Steffen Giesse, der das Ärztehaus in Oppau bauen möchte, sieht die BASF-Pläne ebenfalls gelassen: „Das ist überhaupt keine Konkurrenz.“ Er sehe im medizinischen Zentrum eher „einen Kooperationspartner und ein ergänzendes Angebot als eine Konkurrenz“.

Peter Uebel, Vorsitzender der CDU-Stadtratsfraktion, zeigt Verständnis für die BASF: Es sei angesichts der betriebswirtschaftlichen Entwicklung in Corona-Zeiten sowie dem durch Homeoffice immer geringer werdenden Bedarf an Arbeitsplätzen „eine folgerichtige Entscheidung“, auf das Bürogebäude zu verzichten. Er bedauere zwar den Verzicht, da ein „repräsentativer Bau gut zum Eingangsbereich der BASF und der Stadt gepasst“ hätte. Im medizinischen Zentrum sehe er ein „klares Bekenntnis“ zum Standort. Es müssten aber noch Einzelheiten mit Blick auf dessen „öffentlichen Versorgungsauftrag“ geklärt werden.

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