VG Edenkoben Invasive Ameisenart in der VG Edenkoben nachgewiesen: Was Bürger jetzt tun müssen

Wuselige Zerstörer: Die Ameisenart Tapinoma magnum unterhölt hierzulande ganze Straßen oder Gebäude. Sogar zu Stromausfällen kam
Wuselige Zerstörer: Die Ameisenart Tapinoma magnum unterhölt hierzulande ganze Straßen oder Gebäude. Sogar zu Stromausfällen kam es wegen den Insekten schon.

Die Verbandsgemeinde Edenkoben bittet ihre Bürger bei der Bekämpfung der invasiven Ameisenart Tapinoma magnum dringend um Mithilfe.

In der Verbandsgemeinde Edenkoben wurden kürzlich zahlreiche Ameisenproben untersucht, um die invasive Art Tapinoma magnum zu identifizieren. Laut Eberhard Frankmann, Erster Beigeordneter, steckten etwa in einem Viertel der Proben die Problem-Ameisen, heißt es in einer Mitteilung. „In den vergangenen Wochen haben wir in der Verbandsgemeinde zirka 80 Reagenzgläser mit Ameisen erhalten. Bei 22 der abgegebenen Proben wurden die Ameisen als Tapinoma magnum identifiziert“, erklärte er.

Das Problem an der Art: Tapinoma magnum können sogenannte Superkolonien mit Hunderten Königinnen und Millionen von Exemplaren bilden und durch ihre schiere Masse Gebäude aus- oder Straßen unterhöhlen. Die Ameisen haben auch schon Nester in technischen Anlagen wie Transformatoren oder Telekommunikationsschaltkästen errichtet. In Kehl an der deutsch-französischen Grenze verursachten die Tiere so Stromausfälle.

Sind die Tiere schon längst in meinem Garten?

Um das zu verhindern, hat die Verwaltung den betroffenen Bürgern geraten, die invasive Ameisenart mit Kieselgur zu bekämpfen, wie sie mitteilt. Dafür stellt sie das nichtchemische Mittel kostenfrei zur Verfügung. Kieselgur wirkt tödlich, indem es den Chitinpanzer der Insekten schädigt, und ist für Menschen und Haustiere ungefährlich. Der Beigeordnete bat zudem um Rückmeldungen von Betroffenen, um die Wirksamkeit dieser Methode auch auf privaten Grundstücken besser zu beurteilen.

Die Tapinoma magnum bevorzugt sonnige, trockene Bereiche wie sandige Böden unter Pflastersteinen. Wenn man sie zerdrückt, ist sie an ihrem ranzig-buttrigen Geruch erkennbar. Die Art bildet mehrspurige Ameisenstraßen und ihre Arbeiterinnen sind etwa 2,5 und 3,5 Millimeter groß. Bürger, die einen Befall vermuten, werden gebeten, Proben in speziell ausgegebenen Reagenzgläsern zu sammeln und in der Verwaltung abzugeben. Eine Bestimmung sei nur mit diesen Behältnissen möglich.

Info

Betroffene erhalten Kieselgur kostenfrei in den Gemeindeverwaltungen oder Bauhöfen. Weitere Informationen gibt es bei Monika Damian, E-Mail schaedlingsbekaempfung@vg-edenkoben.de oder Telefon 06323 959226. Aktuelle Meldungen unter https://www.vg-edenkoben.de/schaedlingsbekaempfung.rhp

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