Contwig VT-Vorsitzender Hüther hält an Kritik an SPD fest und verteidigt Bürgermeisterin

Walter Hüther
Walter Hüther

Im Streit um den vertagten Zuschuss der Gemeinde für die VT Contwig hat sich noch einmal der Vereinsvorsitzende Walter Hüther gemeldet. „Die Stellungnahme von David Betz macht die Entscheidung nicht besser und verständlicher“, schreibt er und kündigt an, seine Antwort sei „eine abschließende Replik“.

Anlass ist ein Zuschussantrag der VT Contwig. Sie will von der Gemeinde 300 Euro für die 4500 Euro teure Sanierung der Turnhallenfassade. Der Gemeinderat vertagte Ende April die Entscheidung, weil klare Richtlinien fehlten. Zwei andere Anträge wurden dagegen bewilligt.

Zwar gehen alle davon aus, dass die VT den Zuschuss wie bisher üblich noch bekommt, aber es sollen neue Richtlinien her. Hüther, der auch Mitglied im Vorstand der CDU ist, kritisierte wenige Tage später die SPD und ihren früheren Bürgermeisterkandidaten David Betz heftig. Betz erwiderte, es gehe darum, Klarheit für alle Vereine zu schaffen. Er warf wiederum Bürgermeisterin Nadine Brinette (CDU) vor, sie wolle den demokratisch – mit Stimmen der CDU – gefassten Beschluss nachträglich mit einer schriftlichen Abstimmung kippen. Die entgegnete, der Rat habe nicht beschlossen, bis wann die Entscheidung vertagt werden sollte, und sie habe den Antrag vom Dezember einfach vom Tisch haben wollen.

Walter Hüther schreibt nun: „Wenn David Betz erst Rechtssicherheit wollte, warum wurden dann nicht alle Anträge erst mal zurückgestellt? Auf welcher Rechtsgrundlage hat er denn in den Jahren seiner Zugehörigkeit zum Gemeinderat bisher entschieden?“ Und wenn Betz „der festen Überzeugung ist, dass der Antrag der VT auf jeden Fall auch nach den aktuellen Richtlinien bewilligt wird, warum beantragte er dann eine Vertagung? Man hätte entscheiden und danach in aller Ruhe die Richtlinien erarbeiten können.“

Zu David Betz’ Kritik, Hüther hätte einfach zum Telefon greifen und ihn anrufen sollen, erwidert Hüther, Betz habe vor Jahren öffentlich angekündigt, alle Vereine zu kontaktieren und mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Mit dem größten Verein der Verbandsgemeinde habe er dies „in diesen Jahren bisher erstaunlicherweise nicht geschafft – dies zum Thema Telefon“. Und er stellt in den Raum, ob dies und der auf Vorschlag der SPD vertagte Antrag damit zusammenhängen könnte, dass sich der VT-Vorsitzende auch in der CDU engagiert – wobei einer der Anträge, die in der gleichen Sitzung bewilligt wurden, auch von der VT kam.

Dass einige CDU-Ratsmitglieder „sich dem Vertagungsantrag von David Betz leider angeschlossen haben, finde ich auch schade, aber die Initiative zum völlig unnötigen Vertagen eines von mehreren Anträgen ging eindeutig von der SPD- Fraktion aus“, schreibt er zudem, und er verteidigt den Vorstoß von Nadine Brinette, den Beschluss möglichst schnell in einer schriftlichen Abstimmung ohne Ratssitzung, nachzuholen. (Archivfotos: Moschel/Laborenz (2))

David Betz
David Betz
Nadine Brinette
Nadine Brinette
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