Contwig RHEINPFALZ Plus Artikel SPD hat Angst, dass das Flachdach des neuen Kindergartens jahrelang Probleme bereitet

Der Neubau des Kindergartens ruht derzeit.
Der Neubau des Kindergartens ruht derzeit.

Die Contwiger SPD-Fraktion will nicht, dass es dem Kindergarten-Neubau bald so ergeht, wie dem fast baugleichen Pendant in Stambach. Dort sorge das Flachdach für enorme Wartungsarbeiten. Die SPD schlägt deshalb vor, die Dachkonstruktion des Neubaus noch mal zu überdenken.

Weg vom Flachdach, hin zu einer Konstruktion mit einer leichten Schräge. Das will die SPD-Fraktion für den Contwiger Kindergarten-Neubau prüfen lassen. In Stambach entstünden über die Jahre aufgrund des Kita-Flachdachs enorme Wartungsarbeiten und Schäden, die die Gemeinde auch beim Contwiger Kindergarten-Neubau in einigen Jahren teuer zu stehen kommen könnten, befürchtet die SPD.

Die erste Beigeordnete Margit Ernst (CDU) warnte in der Gemeinderatssitzung am Mittwoch jedoch, dass bei einer anderen Dachkonstruktion die gesamte Planung und Statik des Kindergartens überarbeitet werden müssten. Die Folge sei, dass sich der Bau noch mehr verzögere und enorm höhere Kosten entstünden. Ins selbe Horn blies auch Stefan Fercher (CDU). Er betitelte den SPD-Antrag als unnötig, nannte bei einer anderen Dachkonstruktion Mehrkosten im Bereich einer Viertelmillion Euro – und das für einen Kindergarten, dessen Kosten aufgrund der enormen Baumängel ohnehin schon am Explodieren seien. David Betz (SPD) konterte, dass der Antrag lediglich fordere, die alternative Dachform zu prüfen. Bei zwei Enthaltungen stimmte der Gemeinderat dafür, den Architekten mit der Dachprüfung zu beauftragen.

Der Contwiger Kindergarten, der aktuell im Rathaus untergebracht ist, braucht überdies zusätzliche Tische und Stühle. Auf dem Bauhof, so Bürgermeisterin Nadine Brinette (CDU), seien zwar noch Möbel deponiert, jedoch nicht die, die der Kindergarten braucht. Der Rat stimmte einstimmig dafür, die fehlenden Teile für 4500 Euro nachzubestellen. Fercher kommentierte sarkastisch, dass das ständige Nachkaufen von Kindergarten-Utensilien die Qualität des Architekten widerspiegele.

Der katholische Kindergarten soll zudem mehr Personal bekommen, für das die Gemeinde aufkommen muss. Hintergrund ist das ab 1. Juli geltende Kindergarten-Zukunftsgesetzt. Die Kirche kann und will die Personalmehrkosten nicht tragen, als Folge muss die Gemeinde in die Bresche springen. Einen ähnlichen Antrag gab es schon vor einigen Wochen in Contwig, damals ging es um den protestantischen Kindergarten.

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