Contwig
Seniorenresidenz am Bahnhof soll nächstes Jahr gebaut werden
Auf 7500 Quadratmetern erstreckt sich das Grundstück für das neue Seniorenheim in der Contwiger Bahnhofstraße. 90 Pflege- und 45 Arbeitsplätze soll das neue Seniorenheim bieten, Betreiber ist die Firma Römerhaus, rund 15 Millionen Euro investiert sie. Laut Planer Stephen Eis ist der größte Knackpunkt an dem Bau, dass das Heim im Hochwassergebiet des Schwarzbaches gebaut wird. Normalerweise darf dort ohne Sondergenehmigung seitens der oberen Wasserbehörde nicht gebaut werden, eine solche Genehmigung werde derzeit eingeholt. Ein Planungsaspekt dafür: Die Bodenplatte der Seniorenresidenz, wie Römerhaus sie nennt, kommt auf einen Unterbau aus Pfählen, und das Gebäude wird so angeordnet, dass es bei einem möglichen Hochwasser nicht als Damm wirkt. Vielmehr soll das Wasser daran vorbeifließen. Das Heim ist laut Eis noch nicht mit dem Flächennutzungsplan konform, der soll aber geändert werden.
Planer Eis: „Jeder kennt die Ecke, schön ist sie nicht“
Auf dem vorgesehenen Bauplatz in der Bahnhofstraße steht noch das ehemalige Gasthaus. „Jeder kennt die Ecke, schön ist sie nicht“, sagt Eis. Das Gebäude soll zusammen mit einem kleinen Schuppen abgerissen werden. Baubeginn soll nächstes Jahr sein.
Das Seniorenheim soll in einer T-Form gebaut werden – drei Etagen sind geplant. Im Erdgeschoss sind die Küche, eine Cafeteria samt Außenbereich, Büros, Personal- und Therapieräume sowie ein Lager untergebracht. Die Bewohnerzimmer sind im ersten und zweiten Obergeschoss, jeweils 41- Einbett- und zwei Zweibettzimmer gibt es pro Etage. Die Zimmer werden eine Fläche von etwa 24 Quadratmetern haben. In der Küche wird jeden Tag frisch gekocht, zudem könnte dort auch das Essen für Schulen und Kindergärten mitzubereitet werden.
Im Außenbereich sind unter anderem 24 Parkplätze angedacht. Neun mehr, als das Heim laut Vorschrift bauen muss, betont Eis. FDP-Sprecher Herbert Sefrin zeigte sich bei der Zahl der Parkplätze skeptisch, immerhin gebe es im Heim 45 Arbeitsplätze. Ingenieur Eis verwies darauf, dass das Personal im Schichtbetrieb arbeite, zudem werde davon ausgegangen, dass einige mit dem Zug anreisen und Fahrgemeinschaften bilden.