Münchweiler / Rodalben RHEINPFALZ Plus Artikel RHEINPFALZ-Wahlforum: Grundschulstandorte sollen erhalten bleiben

Das Lehrschwimmbecken der Mozartschule ist das einzige in der Verbandsgemeinde.
Das Lehrschwimmbecken der Mozartschule ist das einzige in der Verbandsgemeinde.

Sanierungsstau oder doch gar nicht so schlimm? Das sagen die drei Kandidaten für das Bürgermeisteramt der Verbandsgemeinde Rodalben über die Grundschulen.

Wie ist es um die Grundschulen in der Verbandsgemeinde Rodalben bestellt? Dieses Thema stand beim Wahlforum in Münchweiler auf der Agenda. Die Grundschulen Merzalben/Leimen und Clausen/Donsieders werden bereits zusammen geführt. In Rodalben und Münchweiler gibt es ebenfalls Grundschulen.

Somit steht in jedem Ort der VG ein eigenes Grundschulgebäude, das unterhalten werden muss. „Ist das noch zeitgemäß?“, wollte Andreas Danner, der stellvertretende Redaktionsleiter der Pirmasenser Rundschau, von den drei Kandidaten wissen, die sich zur Wahl als Bürgermeister der Verbandsgemeinde stellen. Für Peter Spitzer (SPD) lautet die Antwort ganz klar: „Ja.“ Vor etlichen Jahren habe es bei sinkenden Schülerzahlen bereits eine Diskussion darüber gegeben, Schulen zusammenzulegen, damals hätten sich die VG und die Eltern dagegen ausgesprochen.

Grundschulen identitätsstiftend

Heute bestätigten die Schülerzahlen die Standorte wieder. In die Gebäude sei über die Jahre Geld geflossen, sie seien nicht marode und Digitalisierungsprojekte seien umgesetzt worden, zählte Spitzer auf. Es sei günstiger, den Betrieb weiterzuführen, eine Zusammenführung würde höhere Investitionen auslösen. Neben dem finanziellen Aspekt betonte Spitzer den emotionalen: So sei mittlerweile durch soziologische Studien bestätigt, dass Grundschulen identitätsstiftend für die Heimatgemeinden seien. Es sei wichtig, alle Standorte zu erhalten: „Sonst leidet der Gemeinschaftssinn“, ist Spitzer überzeugt.

Könnte ein Standort geschlossen werden?

Claus Schäfer (CDU) stellte sich der Frage, ob einer der Grundschulstandorte geschlossen werden könnte. Er habe sich die Standorte angeschaut. Dass es dort keinen Sanierungsstau gebe, könne er nicht bestätigen. „Es sind noch Dinge im Argen“, schilderte Schäfer. So sei Leimen derzeit nicht in Betrieb, auch die Schulsporthalle dort könne wegen Mängel am Brandschutz nicht genutzt werden.

Seiner Meinung nach könnte überlegt werden, ob Leimen und Merzalben dauerhaft zusammengelegt werden könnten. „Das muss aber im Verbandsgemeinderat besprochen werden“, betonte Schäfer. Prinzipiell sei er der Meinung: „Kurze Beine, kurze Wege“, also einen möglichst kurzen Schulweg für Grundschulkinder.

Längere Fahrtzeiten sollten vermieden werden

Das sah auch Dirk Bauer (AfD) so. Er sprach sich gegen eine Zusammenlegung von Grundschulstandorten aus. Es gelte, die Eltern zu entlasten. Längere Fahrtzeiten zu Grundschulen außerhalb des eigenen Ortes seien nicht sinnvoll.

Ein Shuttleservice, der Kinder von ihrem Wohnort zu einem weiter entfernten Schulstandort bringen würde, wäre für die Kinder zusätzlicher Stress. Diese müssten dann früher aus dem Haus und seien länger unterwegs. Auch für das Heimatgefühl sei es wichtig, die Grundschulen in den Orten zu lassen. Mit Blick auf den Sanierungsstau an den Gebäuden kritisierte Bauer die Personen, die bisher im VG-Rat saßen. Da sei zu wenig passiert.

Lehrschwimmbecken Mozartschule

Alle drei Kandidaten waren sich einig, dass das Lehrschwimmbecken und die Turnhalle der Mozartschule in Rodalben neu gebaut werden sollten. Dies ist bereits im VG-Rat beschlossen worden. Sowohl Bauer als auch Spitzer haben als Kinder in der Mozartschule schwimmen gelernt, wie sie erzählten. „Bei mir war es die Biebermühle“, berichtete Schäfer.

Regelmäßiger Sport sei für Kinder sehr wichtig, betonte Bauer. Er mache selbst viel Sport und habe als Trainer gesehen, wie schwer es manchen Kindern falle, sich zu bewegen. „Jedes Kind muss schwimmen können, das ist lebenswichtig“, sprach sich Schäfer für das Lehrschwimmbad aus. Kinder sollten in der Grundschule die Möglichkeit haben, schwimmen zu lernen.

Dieser Meinung schloss sich Peter Spitzer an. Auf die Frage, ob die Schüler nicht ins Schwimmbad nach Waldfischbach-Burgalben ausweichen könnten, entgegnete Spitzer: Ihm sei nicht bekannt, ob es dort ausreichend Kapazitäten gebe. Früher habe es in Leimen und Münchweiler ebenfalls Schwimmbäder gegeben. „Wir sollten uns das eine Lehrschwimmbecken in Rodalben nicht nehmen lassen“, erklärte Spitzer. Daher sei es wichtig, dass das Lehrbecken wieder gebaut werde.

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