Südpfalz
Jetzt abstimmen: Welches ist das schönste Hochzeitsfoto der Südpfalz?
Jetzt sind die Leser am Zug: Nach unserem Aufruf haben uns viele Hochzeitsfotos aus der Südpfalz erreicht. Diese Geschichten haben es in die Top-Ten-Auswahl geschafft. Welcher dieser zehn Hochzeitsmomente ist Ihr Favorit? Stimmen Sie ab und küren Sie mit Ihrer Wahl das Siegerbild! Am Ende des Artikels finden Sie das Online-Voting.
1. Angelika und Hubert Fingerle – Ein Flug durch die Gefühle
Dieser Heiratsantrag hatte leichte Turbulenzen. Hubert Fingerle aus Klingenmünster wollte keinen Kniefall, keinen Ring-Kitsch, also plante er 1994 auf dem Flugplatz Speyer eine Überraschung: Während seine Herzdame Angelika mit einem Bekannten in die Luft ging, ließ er am Ende der Landebahn ein neun Meter langes Banner mit seinem Antrag aufhängen. Ganz glatt lief es nicht. Angelika wurde beim Flug übel, die Maschine musste früher zurück, das Plakat bemerkte sie zunächst gar nicht. Erst der Pilot lenkte ihren Blick darauf. Dann kam Hubert dazu, der erste Kuss nach der Landung – und das Ja. Geheiratet wurde 1995 im Schloss Bad Bergzabern und kirchlich in der Dionysius-Kapelle bei Gleiszellen. Zur Hochzeit fuhr das Paar in einem geliehenen Triumph Spitfire vor. Die Liebe zu Oldtimern blieb – zur Silberhochzeit stellten die beiden ihr Hochzeitsfoto von damals nach, diesmal mit eigenem Klassiker auf Rädern.
2. Christina und Philipp Müller – Familien-Hochzeit im Landauer Nebel
Erst Lampionfahrt auf der Rietburg, Jahre später Hochzeit im dichten Nebel vorm Landauer Rathaus: Christina und Philipp Müller haben ihrem Jahrestag die Ehre gegeben und am 7. November 2025 geheiratet – genau zwölf Jahre nach dem Start ihrer Beziehung. Kennengelernt hatten sich die beiden im Sommer 2013 auf der Rietburg, im November wurden sie ein Paar. Bis zur Hochzeit kam einiges zusammen: Philipp startete mit seinem Weingut Gut von Beiden in Kleinfischlingen in die Selbstständigkeit, 2015 wurde Tochter Elisabeth geboren, 2017 Sohn Theodor, 2021 zog die Familie ins selbst gebaute Haus. Der Antrag kam dann an Heiligabend 2024 – „versteckt in einem Wichtelgeschenk“, wie Christina schreibt, mit Schatulle und Ring. Ihre Hochzeitsfotos lieben die beiden besonders, weil Freunde, Familie und vor allem die Kinder diesen Tag trotz kleiner Feier „so einzigartig gemacht haben“ – das Aufzugfoto ist der beste Beweis.
3. Kathrin und Andreas Memmer – In Brautkleid und Wanderschuhen auf die Burg
Auf dieser Hochzeitseinladung standen nicht bloß Uhrzeit und Ort, sondern auch: „Wanderschuhe mitnehmen“. Kathrin und Andreas Memmer heirateten im Juli 2016 im Standesamt Dahn und feierten danach im Cramerhaus Lindelbrunn in Vorderweidenthal. Zusammen mit ihren Gästen ging es hinauf zur Burg Lindelbrunn – für Fotos mit Aussicht und offenbar auch für ein Motiv, das eher nach Kletterpartie als nach steifem Hochzeitsshooting aussieht. Morgens hatte es noch geregnet, „bringt angeblich Glück“, schreiben die beiden. Als die Hochzeitsgesellschaft oben auf der Burg ankam, kam die Sonne raus. Abends wurde gegrillt, EM geschaut und bis in die Nacht getanzt. Zum zehnten Hochzeitstag in diesem Jahr wollen Kathrin und Andreas mit ihren drei Kindern wieder zur Burg wandern – und neue Fotos machen.
4. Melanie und Markus Hirsch-Pfundstein – Purzelmarkt-Hochzeit mit Tracht und Tradition
Eine Hochzeit voller Liebe und Tradition: Melanie und Markus Hirsch-Pfundstein verbindet der Purzelmarkt schon lange: Kennengelernt haben sich die beiden über die Trachtengruppe Billigheim. 2017 wurde Melanie zur Purzelmarktkönigin gekrönt, Markus begleitete sie zu fast allen Terminen. „In dieser Zeit wurde aus einer Freundschaft unsere große Liebe“, schreiben sie. Standesamtlich heirateten sie 2021, kurz danach kam das erste Kind zur Welt. Deswegen musste die große Feier warten. Als die beiden 2024 erfuhren, dass man sich erstmals auf dem Purzelmarkt trauen lassen kann, war für sie sofort klar: „Das ist unsere Chance.“ Also folgte die kirchliche Hochzeit dort – in Tracht, versteht sich. Gefeiert wurde mit rund 100 Gästen im Volksfeststil. Zum Hochzeitstanz wurde „Krüz König“ angestimmt. Und danach wurde, begleitet von der Ziehharmonika der Bräutigammutter, noch lange weiter getanzt.
5. Anne und Lothar Sator – Ja-Wort vor 52 Jahren am Tor zur Pfalz
Das Deutsche Weintor war für Anne Sator gesetzt. „Für mich als Pfälzer Mädel war klar, die Hochzeitsfeier muss in meiner wunderschönen Pfälzer Heimat stattfinden.“ Also heirateten Anne und Lothar Sator 1974 in Rechtenbach – und zogen danach mit der Hochzeitsgesellschaft zu Fuß weiter zum Weintor, wo gefeiert wurde. Dort entstanden auch die Fotos: auf der damals noch für alle zugänglichen Galerie und oberhalb der Weinberge, mit weitem Blick über die Rheinebene. Kennengelernt hatte sich das Paar 1972 im Studium in Darmstadt. Geheiratet wurde mit kleinem Budget, aber viel Eigenbau. Die dreistöckige Hochzeitstorte war „natürlich eine eigene Kreation“, auch das Brautkleid hatte Anne selbst entworfen und genäht – „aller Unkenrufe zum Trotz, das würde Unglück bringen“. Sie nähte einfach ein Haar von sich in den Saum, was wiederum Glück bringen sollte. „Es hat funktioniert.“ 52 Jahre Ehe geben den Herxheimern recht.
6. Denise und Sebastian Mayer – Landeck als roter Faden der Liebe
Die Burg Landeck war bei Denise Mayer und ihrem Mann Sebastian nie bloß schöne Kulisse, sondern fast so etwas wie der rote Faden ihrer Beziehung. Kennengelernt haben sich die beiden 2008 beim EM-Public-Viewing in Billigheim, das erste Date führte im Cabrio vom Papa gleich hinauf zur Burg. 2011 gab es dort auf dem Mittelalter-Weihnachtsmarkt den Heiratsantrag. Dass die beiden später genau dort heiraten wollten, lag also auf der Hand. Standesamtlich ging das in dem alten Gemäuer aber nicht. Also fragte das Paar den Pfarrer aus Billigheim – und durfte nach einigen bürokratischen Hürden im Juli 2013 dort kirchlich heiraten. Mit Dudelsackspieler Chris Loch von Skye, einem gitarrespielenden Pfarrer und einer Trauung „direkt unter den Wolken hoch über dem geliebten Klingenmünster“. Heute wohnt die Familie direkt unterhalb der Burg.
7. Katrin und Kevin Groll – Von der See zur Sesselbahn der Liebe
Diese Liebe hat ordentlich Strecke gemacht – und fürs Hochzeitsfoto landete sie wieder dort, wo alles mit dem ersten Date begann: an der Rietburgbahn. Katrin und Kevin Groll heirateten im August 2025. Getraut und gefeiert wurde zwar in Limburgerhof und Schifferstadt, für die Bilder zog es das Paar aber in die Pfalz zurück. „Nicht nur ein Ort, sondern ein Lebensgefühl“, schreibt Katrin über ihre Heimat – und eines, das ihr Mann inzwischen „in Perfektion adaptiert hat“. Kennen und lieben gelernt haben sich die beiden Marinesoldaten standesgemäß auf einer Fregatte. Es folgten Einsätze, Umzüge entlang der Küste und ein Antrag beim Silvesterfeuerwerk in London. Das Wettbewerbsfoto zeigt auch, wie Ehe so funktioniert: Er wollte als Hochzeitsauto einen Sportwagen, sie einen Oldtimer. Am Ende überraschte Katrins Vater beide mit einer Mischung aus beiden.
8. Penelope und Oliver Kammerer – Traumtag in königlicher Traukulisse
Zwischen offener Tür, weiter Terrasse und Rheinebene im Hintergrund gaben sich Penelope und Oliver Kammerer am 5. September 2025 in der Villa Ludwigshöhe das Ja-Wort. Die beiden gehörten damit zu den ersten Paaren, die nach der Wiedereröffnung des jahrelang wegen Sanierung geschlossenen Schlosses dort heirateten. Kennengelernt hatten sie sich 2020 erst zufällig im Fitnessstudio – und später, als Oliver sie im dm „fast umrannte“. Einer dieser kleinen Zufälle also, „die im Rückblick keine Zufälle mehr sind“. Schnell wurde daraus mehr. An Weihnachten 2020 wurden die beiden ein Paar, ein halbes Jahr später zogen sie zusammen. Und geheiratet wurde dann an dem Ort, der zur großen Geste taugt: hoch über dem Rebenmeer, auf einer der schönsten Terrassen der Pfalz. Ihr Motto: Für jedes Problem gibt es eine Lösung, „solange wir zusammenhalten“.
9. Elena und Alex Schwarz – Mit dem Lanz-Traktor ins Eheglück
Statt geschniegelt im Hochzeitsauto davonzuschweben, tuckerten Elena und Alex Schwarz nach ihrer Trauung 2002 in der St.-Nepomuk-Kapelle auf einem alten Lanz-Traktor bis zu ihrer Hochzeitslocation im Weingut. Der Vorschlag kam von Winzer Markus Lorentz, der das Paar auch selbst chauffierte. „Der Weg war irgendwie zu kurz für ein Auto und zu lang zum Laufen“, schreibt Elena Schwarz. Also ging es hupend und knatternd quer durch Nußdorf, „an der Spitze des seeeehr langsamen Korsos durchs gesamte Dorf“ – sehr zur Freude der Zuschauer am Straßenrand. Der heikelste Teil für die Braut: „Wie komme ich da hoch und runter mit diesem Reifrock und dem langen Kleid?“ Den Panikmoment überbrückte Elena „durch eineinhalb Schnäpsel vom Winzer“, danach flog sie fast auf das schmale Sitzchen. Nach der Trauung wurde sie dann „einfach von zwei Männern hoch gelupft“ – „mit einem davon war ich schließlich gerade verheiratet worden“.
10. Irina und Michael Kast – Liebe mit Blechschaden und Happy End
Dieser Hochzeitstag kam mit „Pleiten, Pech und Pannen“. Irina und Michael Kast heirateten 2012 in Ilbesheim, der Antrag war zuvor unter den Lindenbäumen an der Kleinen Kalmit gefallen. Schon morgens lief nicht alles rund: Verletzung am Bein, Hausarzt statt Frühstück, Antibiotikum beim Friseur, auf dem Weg zur Kirche regnete es in Strömen. Und das Hochzeitsauto? Michael hatte seinen alten Studenten-BMW aus den 80ern extra hergerichtet. Doch erst drohte der Brautschmuck von der Motorhaube zu rutschen, und dann das: „Unsere Gäste haben nicht aufgepasst und sind uns voll aufs Auto gedonnert!“ Delle drin, „Just married“-Schild weg – aber genau mit diesem „zerbeulten Hinterteil“ entstanden die besten Bilder. Kennengelernt hatten sich die beiden über eine Internet-Partnerbörse, in der beide ihre Suche auf den Umkreis von 100 Kilometern beschränkt hatten. Zwischen der saarländischen Heimat von Irina und Ilbesheim lagen genau 99 Kilometer. Glück gehabt!
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