Hüffler RHEINPFALZ Plus Artikel Profanierung der katholischen Kirche in Hüffler: Abschied vom Gebäude, nicht vom Glauben

Der Gottesdienst zur Profanierung der katholischen Kirche in Hüffler wurde geleitet von Generalvikar Markus Magin.
Der Gottesdienst zur Profanierung der katholischen Kirche in Hüffler wurde geleitet von Generalvikar Markus Magin.

Die katholische Kirche „Maria Königin“ in Hüffler ist am Freitagabend offiziell profaniert worden.

Während eines Gottesdienstes, den Generalvikar Markus Magin leitete, wurde das katholische Gotteshaus in Hüffler entwidmet. Rund 50 Gläubige nahmen an der Feier teil. Die musikalische Begleitung übernahm Johannes Huth an der Orgel. Begleitet wurde der Generalvikar von Pfarrer Nils Schubert, dem Leiter der Pfarrei Heiliger Remigius.

Die Kirche war 1957 mit finanzieller Unterstützung aus Amerika errichtet und vom Speyerer Bischof Markus Emanuel geweiht worden. Finanzielle Zwänge haben die Pfarrei nun zur Aufgabe des Gebäudes gezwungen. Nach den Kirchen in Rammelsbach und Ulmet ist „Maria Königin“ bereits das dritte Gotteshaus der Pfarrei mit ihren 60 Ortschaften und rund 6300 Katholiken, das aufgegeben wird. In seiner Ansprache sagte Magin, eine Kirche aufzugeben bedeute auch, ein Stück Identität loszulassen. Kirchenräume seien eng mit der eigenen Geschichte und Heimat verbunden. Die Geborgenheit hänge jedoch nicht von Steinen, Beton oder Dachziegeln ab, sondern vom Haus Gottes, in dem die Gläubigen verwurzelt seien. Auch der Frage nach der Zukunft der Kirche widmete sich der Generalvikar in seiner Predigt. Die Christen verabschiedeten sich von ihrem Kirchengebäude – nicht aber von ihrem Glauben. Eine weitere Profanierung steht bereits bevor: In Steinbach soll bald der letzte Gottesdienst in der dortigen Kirche gefeiert werden.

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