Ulmet Käufer für katholische Kirche steht fest
Für die katholische Kirche in Ulmet gibt es einen Käufer. Wie der Kuseler Pfarrer Nils Schubert auf RHEINPFALZ-Nachfrage mitteilt, hat der Verwaltungsrat der Pfarrei Hl. Remigius darüber in seiner Sitzung vergangene Woche die Entscheidung getroffen. Wer die profanierte Kirche mit dem Grundstück am Ortsrand Ulmets erwerben wird, darüber ist laut Schubert Stillschweigen vereinbart worden.
Zahnarzt Ysbrand Hangx, der in dem Kirchengebäude eine weitere Praxis errichten wollte, ist es jedenfalls nicht. Er hatte zwar im Bieterverfahren mitgeboten, doch offenbar war ein anderes Angebot für die katholische Pfarrei attraktiver. Hangx äußerte sich gegenüber der RHEINPFALZ überrascht, nicht zum Zuge gekommen zu sein. Er habe schon Architekten für sein Praxis-Projekt mit einbezogen, berichtete er. „Schade, dass das nun nicht klappt“, kommentierte der Mediziner die Entscheidung des katholischen Verwaltungsrates.
Die 1873/74 erbaute Kirche war Ende September in einem letzten Gottesdienst mit dem Speyerer Generalvikar Markus Magin profaniert worden. Seither ist das rund 200 Quadratmeter große Gebäude nicht mehr sakral. Dazu gehört ein Grundstück von rund 4400 Quadratmetern. Die Pfarrei hatte sich aus finanziellen Gründen von der Kirche getrennt. Weitere Kirchenverkäufe sind aktuell in Steinbach und Hüffler geplant.
„Wir holen jetzt die letzten Sachen aus dem Gebäude, die raus müssen“, berichtet Schubert. Im weiteren Prozedere werde das Bistum erneut alles prüfen, kündigt der Pfarrer an, bevor der Weg zum Verkauf frei gemacht werde. Im Laufe des Frühjahrs wird laut Schubert dann alles soweit sein, dass das Gebäude den Besitzer wechseln kann.