Ulmet
Letzter Gottesdienst am 27. September – So geht es mit dem Kirchengebäude weiter
Bei der Profanierung werden in einer feierlichen Zeremonie die im Altar beigesetzten Reliquien entnommen. Die Gremien der Kuseler Pfarrei St. Remigius hatten sich zuvor für die Trennung von der Kirche ausgesprochen. Eine Gemeindeversammlung im März erbrachte kaum Resonanz. Nur wenige Personen waren erschienen, Gegenargumente gab es nicht. Die Entwicklung wurde zwar allgemein bedauert. Vor den finanziellen Herausforderungen der Kirche sahen die Anwesenden allerdings auch die Notwendigkeit zu dem Schritt. Die Gremien des Bistums Speyer hatten daraufhin der Profanierung zugestimmt.
Die Entweihung gibt den Weg frei für den Verkauf des Gotteshauses. Dieser soll in einem Bieterverfahren erfolgen, erläutert Pfarrer Nils Schubert. Er geht davon aus, dass das Verfahren im September starten kann und über sechs Wochen läuft. „Alle Interessenten können dann ein Angebot abgeben“, erläutert Schubert. Anschließend entscheide der Verwaltungsrat der Pfarrei.
Gelände war auch für Kita-Neubau interessant
Beim Verkauf der Rammelsbacher ehemaligen Kirche hatte die Ortsgemeinde den Zuschlag bekommen. In Ulmet hatte Zahnarzt Ysbrand Hangx Interesse bekundet, dort eine weitere Praxis zu errichten. Weitere Interessenten sind der Kirchengemeinde bekannt.
Die katholische Kirche in Ulmet wurde 1873/74 nach Plänen von Pfarrer Leonhard Heiny aus Brücken auf dem Bergrücken der Rothenhöh errichtet. Dem Quaderbau mit Spitzbogenfenstern und verschieferten Halbwalmdach schließt sich im Osten die Sakristei an. Der flach gedeckte Saal hat bis auf eine einfache Empore im Westen seine neugotische Ausstattung bei der Renovierung 1968 verloren. Zwei historische Glocken aus den Jahren 1774 und 1874 sind vorhanden. Das Gelände um die Kirche war auch für einen Neubau der kommunalen Kita erwogen worden. Die Einrichtung soll nun allerdings in das Ulmeter Baugebiet Brühllücke kommen.
