Kaiserslautern Vom Ausstellungspark und von Rossebändigern im Kaiserslauterer Volkspark
Die Ausstellungshallen sind bei einem Luftangriff am 5. Januar 1945 zerstört worden. Das Gewerbemuseum, die heutige Pfalzgalerie, bestand im Jahr 1925 seit 50 Jahren, und die Pfälzische Handwerkskammer beging 1925 ihr 25. Jubiläum. Die Kammer wollte aus diesem Grund eine Handwerks- und Gewerbeschau veranstalten. Hierfür stellte die Stadt das Gelände bei der Entersweilerstraße zur Verfügung.
Bauherr der „Ausstellung“ war Stadtbaumeister Hermann Hussong. Im Zentrum des Ausstellungsparks gab es einen großen Weiher. Als Schmuckelemente meißelte der Kaiserslauterer Bildhauer Fritz Korter aus vorgegossenen Betonquadern zwei Statuen – die Rossebändiger. Das Schwarz-Weiß-Foto zeigt den Stand der Arbeiten am 14. Juli 1925. Der Rossebändiger links in diesem Bild war bereits fertiggestellt. An dem Betonquader, rechts in der Aufnahme vom 14. Juli 1925 zu erkennen, schienen die Arbeiten noch zu laufen. Der daraus entstandene Rossebändiger ist noch erhalten und in der neueren Aufnahme erkennbar.
Sprengung bleibt aus
Ursprünglich sollte auch diese leicht beschädigte Skulptur entfernt werden. Dass sie noch steht, geht auf das Engagement der RHEINPFALZ zurück. Sie schrieb am 26. September 1957: „Die Korter-Plastik im Ausstellungsgelände, die am Freitag dieser Woche im Rahmen einer Sprengung durch das Technische Hilfswerk zerstört werden sollte, bleibt erhalten. Einem Aufruf der Redaktion ist die Rettung zu verdanken.“ Die linke Skulptur wurde bei dem Luftangriff am 5. Januar 1945 derart beschädigt, dass sie nicht mehr zu restaurieren war.
Die Serie
Unser Autor Gerhard Westenburger nimmt während der Sommerferien unsere Leserinnen und Leser mit auf die Reise in die Vergangenheit der Barbarossastadt.
Bisher erschienen sind Texte über Am Franzosenstein, ein Jugendstil-Anwesen in der Pirmasenser Straße sowie Geschichten über den Hauptbahnhof, den Kennedy- sowie den Adolph-Kolping-Platz.