Kaiserslautern Nach Bluttat am Fackelbrunnen: Staatsanwaltschaft erhebt Anklage
Nach der tödlichen Messerattacke am Fackelbrunnen hat die Staatsanwaltschaft Kaiserslautern die Ermittlungen abgeschlossen. Wie sie am Freitagvormittag in einer Pressemeldung bekanntgibt, erhebt sie demnach Anklage gegen einen 19-jährigen Syrer – wegen Totschlags und versuchten Totschlags. Am frühen Abend des 28. Februar soll er an einer Bushaltestelle in der Neuen Stadtmitte zwei Landsleute niedergestochen haben, ein 22-Jähriger erlag zwei Tage später im Krankenhaus seinen Stichwunden. Sein 20 Jahre alter Begleiter erlitt lebensbedrohliche Verletzungen. Hintergrund der Tat ist nach Angaben der Staatsanwaltschaft ein Streit um ein Drogengeschäft: Der Beschuldigte habe einem der beiden Männer Lyrica verkaufen wollen, ein starkes Schmerzmittel – was dieser jedoch ablehnte. Gekannt hätten sich der Angeklagte und seine Opfer nur flüchtig aus der Drogenszene, heißt es. Im Verlauf der Auseinandersetzung zog der mutmaßliche Täter nach Ergebnissen der Ermittlungen ein Jagdmesser aus der Hosentasche. Auf seiner Flucht wehrte sich der 20-Jährige zwar mit Pfefferspray, sein Verfolger aber stieß zuerst ihm die Klinge in die Brust und seinem Bekannten dann zweimal in den Rücken. Bislang schweigt der Angeklagte zu den Vorwürfen, er sitzt in Untersuchungshaft. Die Tat vom Fackelbrunnen hatte ein weiteres Mal die Diskussion um die Sicherheit in der City befeuert – und die Einführung einer Messerverbotszone bewirkt.