Kaiserslautern Bürgermeisterin Kimmel will Austausch über Kriminalitätsstatistik

Auch der Rathausvorplatz wird immer wieder genannt, wenn es um Probleme mit Sauberkeit und Sicherheit geht.
Auch der Rathausvorplatz wird immer wieder genannt, wenn es um Probleme mit Sauberkeit und Sicherheit geht.

Bürgermeisterin Beate Kimmel (SPD) will Vertreter der Stadtratsfraktionen zu einem Austausch über die Ergebnisse der Kriminalitätsstatistik des Bundeskriminalamtes einladen. Bei dem Gespräch, das noch nicht terminiert ist, sollen auch Führungskräfte des Polizeipräsidiums Westpfalz dabei sein, wie Kimmel ankündigte. Mit dem Gespräch sollen „die Irritationen und unterschiedlichen Deutungen zur Kriminalstatistik des Bundeskriminalamtes für das Jahr 2021“ schnellstmöglich ausgeräumt werden, teilt Kimmel mit. In der Statistik wird Kaiserslautern mit 10.476 Fällen auf dem achten Platz im bundesweiten Ranking der Großstädte mit der höchsten Kriminalität geführt. Zunächst hatte die FDP-Fraktion der Stadt deshalb Versagen in den Bereichen Sicherheit und Ordnung vorgeworfen. Kimmel verwies dagegen auf regionale Besonderheiten, die in der Statistik nicht berücksichtigt seien, was wiederum Kritik von CDU und FDP hervorgerufen hat.

Seit über 20 Jahren bestehe für Stadtratsmitglieder die Möglichkeit, den von ihnen erkannten Handlungsbedarf zu Fragen der öffentlichen Sicherheit und Ordnung in der Initiative Sicheres Kaiserslautern zu benennen und Maßnahmen zur Abhilfe vorzuschlagen oder zu fordern. „Diesen gemeinsamen Weg sollten wir zum Wohle der Bevölkerung bei einem so wichtigen Thema auch weiterhin als erstes Mittel wählen“, betonte Kimmel. Statistische Zahlen ohne Interpretationshilfe als Maßstab zu wählen, könne eventuelle Ängste nur unnötig verstärken, so die Bürgermeisterin, die ergänzte, die Kaiserslauterer hätten „ein gemeinsames, entschlossenes Vorgehen aller Verantwortlichen verdient“.

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