Frankenthal RHEINPFALZ Plus Artikel Studie zur Ebert-Schule: Neubau am wirtschaftlichsten

Wenn irgendwann einmal ein Neubau steht, soll das alte Gebäude der Friedrich-Ebert-Grundschule abgerissen werden.
Wenn irgendwann einmal ein Neubau steht, soll das alte Gebäude der Friedrich-Ebert-Grundschule abgerissen werden.

Die Stadt schiebt eine Planung auf die Startrampe, die schon eine Weile diskutiert worden ist, jetzt aber an Kontur gewinnt: einen Neubau der Friedrich-Ebert-Grundschule im Pilgerpfad. Kostenpunkt: ein zweistelliger Millionenbetrag.

Der Anbau fürs Albert-Einstein-Gymnasium, das gemeinsame Gebäude von Karolinen-Gymnasium und Pfalzinstitut, die Sanierung der Robert-Schuman-Schule – millionenschwere und zum Teil hochkomplexe Schulbau-Vorhaben hat Frankenthal in der zurückliegenden Zeit einige erlebt. Falls es so kommt, wie es sich aktuell abzeichnet, dann steht das größte Projekt dieser Art der zurückliegenden 20 Jahre in der Stadt erst noch bevor, wie Bürgermeister Bernd Knöppel (CDU) am Dienstag im Schulträgerausschuss erklärt hat: ein Neubau für die Friedrich-Ebert-Grundschule.

Der Hintergrund des Ganzen: Die Schülerzahlen im Süden Frankenthals haben zugenommen. Seit vergangenem Jahr ist aus Sicht der Stadtverwaltung und auch der zuständigen Landesbehörden klar: Die Grundschule am Jakobsplatz wird auf Dauer fünf Züge – also fünf Klassen pro Jahrgang – brauchen. Und damit die entsprechende Anzahl an Räumen, um sie unterrichten zu können. Eine weitere Folge: Auch eine eigene Mensa und eine zusätzliche Turnhalle würden notwendig.

Studie beauftragt

Was die Stadt erst einmal vor die Frage gestellt hat: Sanierung und Erweiterung des in die Jahre gekommenen Grundschulgebäudes oder Neubau? Eine von der Verwaltung beauftragte Machbarkeitsstudie hat drei denkbare Varianten gecheckt. Erstens: die weitere Nutzung des Bestands inklusive eines entsprechende Anbaus. Zweitens: Abriss des alten und Errichtung eines neuen Gebäudes an gleicher Stelle mit Containern als Zwischenlösung. Und drittens: Neubau an einer anderen Stelle und Weiternutzung der bisherigen Schule bis zum Umzug.

Seit Anfang Mai liegt das Ergebnis der Studie vor. Ihr zufolge ist Variante drei die wirtschaftlichste der untersuchten Optionen. Ein denkbarer Platz für den Neubau sei der jetzige untere Hof der beiden Schulen, sagte Bernd Knöppel am Mittwoch auf RHEINPFALZ-Nachfrage. „Diese Überlegungen müssen jedoch noch mit der Bauabteilung und der Stadtplanung abgestimmt werden“, so der Bürgermeister. Eine vorsichtige Hausnummer, wie teuer das gesamte Vorhaben die Stadt kommen könnte, nannte er gegenüber dem Ausschuss: „ein zweistelliger Millionenbetrag mit einer Zwei vorne“. Allerdings gebe es – Stand jetzt – noch viele Unwägbarkeiten.

Gespräch mit ADD

Gut möglich, dass die Anzahl der Fragezeichen in der kommenden Woche schon etwas geringer wird. Am 7. Juli findet ein Gespräch mit der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) zu den Ergebnissen der Machbarkeitsstudie statt. Dann würden, so Knöppel, planungsrechtliche Schritte „besprochen und konkretisiert“. Nicht festlegen wollten sich er und sein im Stadtvorstand für Schulen zuständiger Kollege, Beigeordneter Bernd Leidig (SPD), was einen möglichen Baustart am Jakobsplatz angeht. Stephan Hirt, Rektor der Realschule plus, appellierte, bei den Planungen zu berücksichtigen, dass seine rund 400 Schüler weiterhin vernünftige Lernbedingungen bräuchten.

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