Frankenthal
Strohhutfest 2022: Planung startet unter Vorbehalt
Die Stadtverwaltung setzt auf das Prinzip Hoffnung. Die aktuelle Entwicklung stimme zumindest zuversichtlich, dass Ende Mai nach zwei Jahrenpandemiebedingter Pause wieder in der Frankenthaler Innenstadt gefeiert werden könne, heißt es in der am Donnerstag veröffentlichten Mitteilung. „Nach den Beschlüssen der Bund-Länder-Konferenz sind wir vorsichtig optimistisch, dass das Fest endlich wieder stattfinden kann. Insbesondere für die Vereine ist das ein wichtiges Signal“, wird Oberbürgermeister Martin Hebich (CDU) darin zitiert.
Der Hintergrund: Bund und Länder haben sich geeinigt, einen Großteil der Corona-Beschränkungen ab dem 20. März aufzuheben. Insofern erscheine es realistisch, dass Großveranstaltungen im Mai wieder möglich seien. Die Verwaltung geht allerdings – Stand jetzt – davon aus, dass einige Regeln wie Maskenpflicht oder Abstandsgebot weiter gelten könnten. „Bei aller Freude muss uns allen klar sein: So unbeschwert wie 2019 werden wir wohl nicht feiern können. Wir appellieren hier auch an die Vernunft jedes einzelnen Besuchers“, sagt der OB.
Auch an Mainz orientiert
Der Plan bis jetzt: Wie gewohnt wird an allen vier Veranstaltungstagen die gesamte Innenstadt zur Festmeile. Das gastronomische Angebot bestreiten größtenteils die Frankenthaler Vereine, für die das Strohhutfest traditionell eine der wichtigsten Einnahmequellen sei, so die Verwaltung. Geplant seien außerdem das Kinderstrohhutfest und der Strohhutfestlauf.
In der Regel starteten die Vorbereitungen fürs größte Straßenfest der Pfalz noch früher, erklärt Xenia Schandin, Pressesprecherin der Verwaltung: „Es müssen viele Dinge angestoßen und geplant werden.“ Ein bisschen habe Frankenthal dabei auch auf das Land und die Stadt Mainz geschielt, wo eine Woche vor dem Strohhutfest der Rheinland-Pfalz-Tag stattfinden soll. Die dafür Verantwortlichen dafür hatten im Februar erklärt, dass die Großveranstaltung stattfinden werde – notfalls zu einem späteren Zeitpunkt.
Corona die große Unbekannte
Die weitere Entwicklung der Corona-Situation sei die große Unbekannte in der Strohhutfest-Rechnung, hält Schandin fest. Noch sei nicht absehbar, wie sich die neue Omikron-Variante BA.2 auswirke. Ein Zeitlimit, bis zu dem entschieden werde, ob am 26. Mai, 14 Uhr, das Strohhutfest eröffnet wird, gebe es aber nicht. Mit Blick auf den Ukraine-Krieg sagte die Stadtsprecherin, dass es durchaus ja auch kurzfristige Gründe für eine Absage geben könne. Schandin: „Dass es gerade schwierige Zeiten sind, ist allen Beteiligten sehr bewusst.“
Nicht zuletzt soll es auch eine neue Miss Strohhut als Nachfolgerin der seit 2019 amtierenden Vanessa Quietzsch geben. Bewerben können sich Frauen ab 18 Jahren, die hier wohnen oder einen besonderen Bezug zu Frankenthal haben und die Stadt ein Jahr lang repräsentieren möchten. Bewerbungen sind bis 31. März möglich: online unter www.frankenthal.de/strohhutfest, per Bewerbungsformular, das im Rathaus und im Frankenthaler Einzelhandel ausliegt oder direkt bei Marktmeister Klaus Junski, E-Mail klaus.junski@frankenthal.de, Telefon 06233 89 264.
