Kommentar
Strohhutfest 2022: Geduldig bleiben
Nicht falsch verstehen: Jeder, wirklich jeder freut sich nach zwei Jahren Pandemie auf Schorle mit Freunden und Musik auf dem Rathausplatz. Zwei Jahre ohne „Feschd“ – das ist für echte Frankenthaler eine harte Nummer. Trotzdem ist es jetzt noch viel zu früh, um im Keller den Strohhut rauszukramen und nach den Buttons zu suchen. Die Botschaft der Stadt ist: Wir planen den Neustart, weil wir für den Fall vorbereitet sein wollen, dass es tatsächlich klappt Ende Mai. Neben die sattsam bekannte Frage, wie sich denn wohl das Virus bis dahin entwickeln wird, ist seit dem 24. Februar aber eine weitere getreten: Wollen wir in der Pfalz feiern und einige Autostunden östlich tobt ein schmutziger Krieg? Und dieser Spagat könnte größer sein, als ihn die meisten von uns aushalten können und vielleicht auch möchten.
