Frankenthal RHEINPFALZ Plus Artikel Rück-Spiegel – die Wochenkolumne

Beliebter Freizeitspaß bei Jugendlichen: Mountainbike-Fahren.
Beliebter Freizeitspaß bei Jugendlichen: Mountainbike-Fahren.

Mountainbike: Vandalen

Kinder und Jugendliche, die sich unbedingt an der frischen Luft bewegen wollen und dazu gemeinsam mit Freunden sogar selbst kreativ werden: Was wie der Traum aller Eltern und Pädagogen klingt, läuft für die Frankenthaler Stadtverwaltung unter der Rubrik „Vandalismus“. Im Bericht über die Schäden, die im Vorjahr durch blinde Zerstörungswut und Übermut entstanden sind – und den Steuerzahler immerhin fast 60.000 Euro gekostet haben, taucht auf Seite zwei der Tabelle der Posten „Abbau Mountainbike-Parcours“ mit rund 1800 Euro auf. Offenkundig waren die jungen Freizeitsportler vergangenen Herbst im Kleinen Wald noch einmal am Start, nachdem die Verwaltung bereits in der Pandemiezeit an mehreren Stellen im Stadtgebiet selbstgebaute – und illegale – Anlagen eingeebnet hatte.

Verkehrssicherungspflicht, Anwohnerbeschwerden und Naturschutz hatten die Behörden damals als Begründung angeführt und zugesagt, gemeinsam mit den Jugendlichen nach einem geeigneten Standort zu suchen. Der VfR Frankenthal hatte im Mai 2021 angeboten, eine eigene Abteilung Mountainbike einzurichten. Doch die Abstimmung mit der Stadt über einen geeigneten Bereich auf dem Vereinsgelände war schwierig. Den Skatern im Pilgerpfad, die sich seit Langem mit Beschwerden von Anwohnern konfrontiert sehen, versprach der Beigeordnete Bernd Leidig (SPD) vor genau einem Jahr eine „aussichtsreiche Fläche“ am südlichen Rand des Festplatzes Benderstraße, für die ein Lärmschutzgutachten erstellt werden sollte.

Um all diese Pläne ist es mittlerweile recht still geworden. Wundern, dass die jungen Sportler irgendwann selbst wieder Tatsachen schaffen, muss man sich bei einem solch langen Vorlauf irgendwie nicht. Sonja Weiher

Handball: Warmduscher

Nur zur Sicherheit: Dass Handballer Warmduscher seien, das soll dieser Beitrag auf keinen Fall nahelegen. Aber: Nach dem Training in der Andreas-Albert-Halle würden die HSC-Ballkünstler angenehm temperiertes Wasser einem kalten Guss vorziehen. Nachdem viele Wochen die Dusche frostig geblieben war, sollte eine Reparatur vor Ostern Abhilfe schaffen. Euphorie folgte Ernüchterung: Erst kam das Wasser lauwarm, dann gar nicht mehr. Die Lösung: Nach dem Austausch des Warmwasserspeichers war eine Leitung noch nicht komplett aufgedreht. Die Ansage aus dem Rathaus: Jetzt läuft’s! Jörg Schmihing

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