Frankenthal Hackerangriffe: Stadt will Mitarbeitern Gefahr bewusst machen

Ein besonders großes Einfallstor für potenziell schädliche Software seien E-Mails, betonen die Fachleute der Verwaltung.
Ein besonders großes Einfallstor für potenziell schädliche Software seien E-Mails, betonen die Fachleute der Verwaltung.

Noch stärker als bisher möchte die Stadtverwaltung ihre Mitarbeiter für Gefahren sensibilisieren, die Behörden und öffentlichen Einrichtungen durch Angriffe von Hackern auf die IT-Systeme drohen.

Für das Sicherheitsmanagement gibt es nicht nur mehr Geld, wie Oberbürgermeister Martin Hebich (CDU) vergangene Woche im Stadtrat erklärt hat, sondern auch eine eigene Stelle. Wie real die Gefährdung auch für die Frankenthaler Stadtverwaltung sei, hätten nicht zuletzt die Angriffe auf die Systeme des Pumpen- und Armaturenherstellers KSB, des Rhein-Pfalz-Kreises und der Industrie- und Handelskammer gezeigt. Er plädiere angesichts der vermehrten Ereignisse dafür, Verwaltung generell zur kritischen Infrastruktur zu erklären, sagte der OB.

Die verwaltungsinterne Leitlinie zur IT-Sicherheit werde im zweiten Vierteljahr überarbeitet und in diesem Zug der laut Hebich „neuen Bedrohungslage“ angepasst. Thomay Wey, im Rathaus für Systemverwaltung zuständiger Mann in der Abteilung Informationstechnik, betonte, wie wichtig Schulungsmaßnahmen in diesem Zusammenhang seien. Alle Beschäftigten sollten auf dem selben Stand sein. Die generelle Linie der Abteilung gegenüber den Mitarbeitern beschrieb Wey so: „Die Leute sollen lieber fünf Mal zu viel bei uns anrufen und nachfragen als einmal zu wenig.“

Ein Schwerpunkt liege auf der Sicherheit beim Umgang mit-E-Mails, die ein „großes Einfallstor“ für mögliche Schadsoftware darstellten, sagte Thomas Wey. Generell gelte bei allen neuen Programmen die Maxime: „Was wir nicht selbst geprüft haben, geben wir auch nicht frei.“ Martin Svoboda (CDU) erkundigte sich nach der Praxis der Datensicherung, um nach einer potenziell erfolgreichen Attacke schnellstmöglich wieder arbeitsfähig zu sein. Ohne Details zu nennen, erläuterte der IT-Fachmann, dass Backups, also Sicherheitskopien vorhandener Daten, „in anderen Brandabschnitten“ des IT-Systems gespeichert würden.

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