Frankenthal RHEINPFALZ Plus Artikel Ein Jahr Mängelmelder in Frankenthal: So fällt die Bilanz aus

Im Frankenthaler Stadtgebiet sind illegale Müllablagerungen ein Problem.
Im Frankenthaler Stadtgebiet sind illegale Müllablagerungen ein Problem.

Vor einem Jahr ist in Frankenthal der Mängelmelder neu an den Start gegangen. Die Bürger machen davon rege Gebrauch, vor allem wenn es um die Sauberkeit in der Stadt geht.

Mülleimer, die überlaufen, Scherben, die auf dem Radweg liegen, Kleidung, die im Gebüsch verstreut ist, oder ein Schlagloch, das immer größer wird: Seit einem Jahr können die Frankenthaler die Stadtverwaltung direkt über diese kleinen Ärgernisse des Alltags informieren – mithilfe des Mängelmelders, einer digitalen Plattform.

Und die Bürger machen offenbar rege davon Gebrauch: 2690 Meldungen gingen in den vergangenen zwölf Monaten bei der Stadt ein, zog Julia Gandyra am Donnerstagabend im Ausschuss für Stadtentwicklung, Klima und Mobilität eine Bilanz zu ein Jahr Mängelmelder. Gandyra ist für das Ideen- und Beschwerdemanagement zuständig, das direkt im Büro des Frankenthaler Oberbürgermeisters Nicolas Meyer (FWG) angedockt ist.

Fast jede zweite Meldung dreht sich um „Müll und Sauberkeit“

Besonders in der Kategorie „Müll und Sauberkeit“ sind die Bürger aktiv. Allein in diesem Bereich wurden 1237 Meldungen eingereicht. Dies entspricht einem Anteil von rund 46 Prozent an allen Meldungen. Durch diese Hinweise war der Eigen- und Wirtschaftsbetrieb Frankenthal (EWF) schneller als bisher in der Lage, wilde Müllablagerungen zu beseitigen, überfüllte Mülleimer zu leeren und Verschmutzungen zu beheben.

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Im Schnitt dauert Bearbeitung neun Tage

Wie Julia Gandyra erläuterte, habe bei allen Meldungen die durchschnittliche Bearbeitungsdauer neun Tage betragen. Bei 74 Prozent der Meldungen sei das Problem gelöst worden. „Das ist eine Zahl, die sich sehen lassen kann“, befand Gandyra. Warum können nicht alle Meldungen gelöst werden? Zum Beispiel deshalb, weil der Grünstreifen, über dessen Zustand sich der Bürger beschwert, gar nicht der Stadt gehört, sondern sich in Privatbesitz befindet.

Deutlich wurde bei dem Bericht: Es läuft noch nicht alles perfekt, aber man ist mit dem Mängelmelder auf einem guten Weg. So soll der Mängelmelder im nächsten Schritt noch im Herbst in die Frankenthal-App (www.frankenthal.de/app) integriert werden, sodass Meldungen noch einfacher erfolgen können. Derzeit ist der Mängelmelder als App verfügbar (mängelmelder.de von „Wer denkt was“) oder kann als Desktopversion im Internet unter der Adresse www.frankenthal.de/mängelmelder genutzt werden.

So sieht auf der Webseite der Stadt Frankenthal die Mängelmelder-Karte aus.
So sieht auf der Webseite der Stadt Frankenthal die Mängelmelder-Karte aus.
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