Frankenthal Stadt führt neue digitale Mängelmelde-Plattform ein

Ein Ärgernis: überlaufende Mülleimer.
Ein Ärgernis: überlaufende Mülleimer.

Wer einen überlaufenden Mülleimer entdeckt, sich über Scherben auf dem Radweg ärgert oder Lob loswerden will, kann ab sofort über eine neue digitale Mängelmelde-Plattform die Stadtverwaltung informieren. Über ein Ampelsystem können Bürger auch verfolgen, in welchem Bearbeitungsstatus sich ihr Anliegen befindet.

In den vergangenen Wochen und Monaten sei bei der Verwaltung eine hohe Anzahl an Mängelmeldungen über das bisherige digitale Formular eingegangen, schreibt die Stadt in einer Pressemitteilung. „Das zeigt, dass die Bürger die Stadt mitgestalten und verbessern wollen. Und das möchten wir fördern“, berichtet Oberbürgermeister Nicolas Meyer (FWG). Unter der Leitung der Projektgruppe „Sauberes Frankenthal“ werde nun eine digitale Plattform eingeführt, über die Mängel einfacher gemeldet werden können. „Dort sind sie öffentlich einsehbar und die Nutzerinnen und Nutzer können sich durch ein Ampelsystem jederzeit über den Bearbeitungsstatus ihrer Meldung informieren“, erklärt Meyer.

Ab Anfang Oktober soll das neue Angebot über die Homepage der Stadt (www.frankenthal.de/mängelmelder) oder die Mängelmelder-App für die Systeme Android und iOS aufrufbar sein. Über den Button „Neue Meldung“ können festgestellte Mängel dann eingetragen und auf einem Stadtplan verortet werden. Danach kann das Problem einer Kategorie zugeordnet werden, etwa „Müll und Sauberkeit“, „Straßenschäden“ oder „Grünflächen“. In einem weiteren Schritt können die Teilnehmer beschreiben, was sie genau gesehen haben und ein Foto des Missstands hochladen. Damit die Verwaltung mögliche Rückfragen klären kann, müssen der Name und die E-Mail-Adresse angegeben werden. Eine Registrierung sei nicht erforderlich, könne jedoch bei häufiger Nutzung sinnvoll sein, so die Stadt.

Über ein modernes Auftragsbearbeitungssystem würden die Meldungen automatisch der zuständigen Abteilung zugeteilt. Sobald die Beseitigung des Problems in Bearbeitung sei, springe der Eintrag auf der Plattform nach dem Ampelsystem auf „Gelb“. Darüber werde der Mängelmelder auch informiert. Eine weitere Nachricht bekomme er, sobald das Problem behoben wurde. Dann springe die Ampel auf „Grün“.

Auf der Plattform können Bürger nicht nur auf Missstände hinweisen, sondern auch Vorschläge einreichen. Mache jemand eine hübsche Ecke in der Stadt aus, die eine Sitzbank zum Verweilen verdient hätte, könne dies ebenfalls als Meldung auf der Karte verortet und der Kategorie „Ideen und Anregungen“ zugeordnet werden. Der Vorschlag erreiche dann die Ideenmanagerin der Stadt, Julia Gandyra, die ihn mit den zuständigen Fachabteilungen prüfe und eine Rückmeldung gebe. Entwickelt hat den digitalen Mängelmelder die Darmstädter Firma „Wer denkt was“.

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