Vorderpfalz
Corona-Schnelltests: Mehr als 800.000 Abstriche in 500 Stationen im Januar
Mehr als viermal so viele Teststellen gibt es in Rheinland-Pfalz seit Wiedereinführung der kostenlosen Bürgertests im November. Das teilt das zuständige Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung (LSJV) auf Anfrage mit. Auch in der Region ist das Angebot deutlich gewachsen. Allein im Januar wurden in Frankenthal, Speyer, Ludwigshafen und dem Rhein-Pfalz-Kreis mehr als 800.000 Abstriche in 500 Stationen genommen. Aktuell gibt es nach Auskunft des LSJV in Frankenthal 56 Teststellen, in Ludwigshafen sind es 221, in Speyer 117. Allein im Januar haben die Betreiber in Frankenthal rund 144.000 Abstriche gemeldet, in den Nachbarstädten waren es fast 375.000 (Ludwigshafen) beziehungsweise knapp 140.000 (Speyer). Im Rhein-Pfalz-Kreis gibt es aktuell 96 Teststellen. Im Januar wurden dem LSJV aus dem Kreis von den Teststellen knapp 150.000 durchgeführte Tests gemeldet. Zum Vergleich: Speyer und Frankenthal haben je etwa 50.000 Einwohner, in Ludwigshafen leben 170.000 Menschen, im Rhein-Pfalz-Kreis knapp 155.000.
Beschwerdeportal für Bürger
Kontrollen der Corona-Teststellen finden hauptsächlich aufgrund von Beschwerden statt. Seit 12. November 2021 gab es laut LSJV landesweit 20 Inspektionen, 60 Mal wurde eine Stellungnahme des Betreibers angefordert. Seit März 2021 seien elf Testeinrichtungen wegen gravierender Mängel komplett geschlossen worden. Häufige Kritikpunkte: die hygienischen Zustände, Missachtung des Datenschutz oder Schnelltests, für die illegal Geld berechnet wurde. Es gibt deutliche Unterschiede zwischen einzelnen Teststellen, räumt auch Alexander Weber, Leiter des Gesundheitsamts des Rhein-Pfalz-Kreises, das auch für Frankenthal, Ludwigshafen und Speyer zuständig ist, ein. Seine Behörde kontrolliert ebenfalls, wenn es Beschwerden über Teststellen gibt. Diese können von jedem unter corona.rlp.de/de/testen/beschwerde/ eingereicht werden.
