Frankenthal Buslinien: Stadt gegen Fahrgastzählung

Die Busse sind technisch so ausgestattet, dass Fahrgastzahlen leicht abrufbar sind.
Die Busse sind technisch so ausgestattet, dass Fahrgastzahlen leicht abrufbar sind.

Die Stadt hält es derzeit nicht für sinnvoll, auf den im Januar 2021 neu eingeführten Buslinien in Frankenthal die Fahrgäste zu zählen. Sie erwartet wegen der im Nahverkehr weiter spürbaren Folgen der Corona-Pandemie keine aussagekräftigen Daten.

Das neue System muss sich noch setzen. Wir müssen dem Ganzen noch Zeit geben“, sagte Oberbürgermeister Martin Hebich (CDU) auf eine entsprechende Anfrage der CDU-Fraktion im Planungs- und Umweltausschuss. Das Neun-Euro-Ticket habe zwar in den Sommermonaten im Gebiet der Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (RNV) zu einem rasanten Anstieg der Nutzerzahlen geführt, werde von dem Unternehmen aber genau deshalb „eher negativ bewertet“, so Hebich.

Technisch leicht machbar

Technisch sei eine Fahrgastzählung, wie sie die CDU angeregt habe, zwar leicht machbar, weil die in Frankenthal eingesetzten Busse mit entsprechenden Systemen ausgestattet seien, erläuterte der OB. Er warnte vor einer pauschalen Abfrage: „Wir brauchen eine zeitliche Konkretisierung, sonst bekommen wir nur einen großen Datensalat.“ Es müssten ja neben dem Streckenverlauf auch Umsteigebeziehungen betrachtet werden.

OB: Wenig Beschwerden

Hebich räumte ein, dass Frankenthal beim barrierefreien Ausbau von Haltestellen, für den es eine Prioritätenliste gibt, noch hinterherhinke. So sei dieser beispielsweise am Krankenhaus und am Congress-Forum noch nicht in Angriff genommen worden, weil der Verwaltung die dafür notwendigen Verkehrsplaner fehlten. Generell gebe es – abgesehen von der Heinrich-Reffert-Straße in Studernheim – kaum Beschwerden zum Liniennetz. Gelöst werden müsse noch das Problem der Erschließung der Vogelsiedlung, das über die geänderte Strecke der Linie 84 und die Fahrt durch den Starenweg hinausreiche, sagte der Oberbürgermeister.

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