Frankenthal Blick auf Industriegeschichte: Stadtarchiv erhält Fotografien des Fotografen Walter Spagerer
Die Fotografien des Mannheimer Fotografen Walter Spagerer kamen durch die Vermittlung der Stiftung Künstlernachlässe Mannheim ins Stadtarchiv. Die Fotografien entstanden Anfang der 2000er-Jahre auf Anregung des Heidelberger Professors für Malerei und Grafik Albrecht Rissler. Ursprünglich plante Walter Spagerer eine Ausstellung zum Thema „Wasser“, da für ihn die KSB als Hersteller von Pumpen und Rohrleitungssystemen eng mit diesem Element verbunden war. Ein entsprechendes Ausstellungsplakat hat sich ebenfalls erhalten und wird künftig dauerhaft im Stadtarchiv aufbewahrt.
Aus dem ursprünglichen Konzept entwickelte sich eine Schwarz-Weiß-Fotoserie, die den Blick auf die industriellen Produktionsstätten der KSB richtet. Die Aufnahmen dokumentieren laut einer Mitteilung der Stadt Fabrikhallen, Maschinen und technische Anlagen und halten zugleich ein wichtiges Kapitel der Frankenthaler Industriegeschichte fest. Die KSB prägt die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt seit Jahrzehnten und gehört bis heute zu ihren bedeutendsten Unternehmen.
Schwerpunkt: Urbane Räume
Walter Spagerer wurde 1948 in Mannheim geboren. Er studierte Kunst und Kunsterziehung an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe. Anschließend war er als Kunsterzieher an der Integrierten Gesamtschule Mannheim-Herzogenried tätig. In seinem fotografischen Werk beschäftigte er sich vor allem mit Industrieanlagen, Landschaften und urbanen Räumen. Bekannt wurde er darüber hinaus als Pionier der sogenannten Scanografie, bei der Motive mithilfe eines Flachbettscanners fotografisch festgehalten werden. Insbesondere Blüten, Gräser und Pflanzenstrukturen hielt er mit dieser Technik fest.
Mit der Übernahme der Fotografien sichert sich die Stadt eine Quelle zur jüngeren Industrie- und Stadtgeschichte Frankenthals. „Es gibt keine Kunst ohne Geheimnis“, lautete einer der Leitsätze Walter Spagerers.
Weitere Informationen zum Stadtarchiv sind unter www.frankenthal.de/stadtarchiv zu finden.