Kirchheimbolanden
Von welchem Standort rückt die Feuerwehr in Kibo künftig aus?
Die Suche nach einem geeigneten Standort für die Kirchheimbolander Feuerwehr steuert dem Ende entgegen, nachdem schon seit längerer Zeit klar ist, dass es im bisherigen Gerätehaus auf lange Sicht nicht weitergehen kann. Das Materiallager quer durch die Wache verstreut, Mobiliar und Technik veraltet, Waschraum nicht vorhanden; zudem zu wenige Spinde, eine Kantine, die gleichzeitig Besprechungszimmer ist – und im Außenbereich fehlende Parkplätze und Übungsfläche. Eine Studie, die von der Verbandsgemeinde in Auftrag gegeben worden war, kam schon 2021 zum Schluss, dass rund 2000 Quadratmeter im Innen- und 1600 im Außenbereich fehlen. Der Bedarf lasse sich auf dem vorhandenen Areal Ecke Edenborner Straße/Am Bahndamm nicht umsetzen, ein neuer Standort müsse her.
Einsatzgrundzeit und Erreichbarkeit
Auf der Suche nach diesem haben sich zwei Areale als mögliche Lösungen herauskristallisiert, wie der zuständige VG-Beigeordnete Armin Juchem auf Anfrage bestätigt. Beide liegen nach RHEINPFALZ-Informationen im Osten der Stadt, in Autobahnnähe. Das Feuerwehrhaus müsse „für die Feuerwehrleute von außerhalb schnell erreichbar sein“, nennt Juchem ein wichtiges Kriterium, dies spreche für einen Standort „in der Peripherie“. Beachtet werden muss vor allem auch die wichtigste Vorgabe: „Der Acht-Minuten-Takt muss eingehalten werden“, wie Bürgermeisterin Sabine Wienpahl sagt. Innerhalb dieser Einsatzgrundzeit soll eine Wehr laut Feuerwehrverordnung an jedem Ort in ihrem Zuständigkeitsbereich Hilfe einleiten können.
Zu beiden Arealen haben die Gespräche mit den Eigentümern begonnen. In beiden Fällen hätten diese die Bereitschaft signalisiert, das Areal für die Nutzung durch die Feuerwehr zu veräußern. Neben der Stadt Kibo handele es sich auch um Privateigentümer. Der Stadt ist ebenfalls an einer schnellen Lösung gelegen, wie Stadtbürgermeister Marc Muchow schon bei der Vorstellung der Machbarkeitsstudie im Sommer 2021 betont hatte.
Standort soll schon bald feststehen
„Wichtig ist, dass alle signalisiert haben: Wir ziehen an einem Strang“, sagt Sabine Wienpahl. Für Juchem ist klar, „wir stoßen am jetzigen Standort an Grenzen, wenn beispielsweise weitere Betriebsansiedlungen kommen“. Momentan sei die Sicherheit gewährleistet, aber: „Wir sind eingeengt“, auch weil immer größere Fahrzeuge benötigt werden.
Es gehe ebenfalls darum, mit Kreis und Katastrophenschutz gemeinsame Lösungen zu finden und Synergien zu schaffen. Derzeit sei vieles verteilt im Stadtgebiet. „Wir müssen möglichst alles zentralisieren“, befindet Juchem, „sodass wir in einer Ausrückegemeinschaft alles vor Ort haben.“
Einen Zeitplan zu nennen, sei schwierig. Denn bislang sei man bei den in Frage kommenden Grundstücken – eines davon nach Informationen dieser Zeitung nahe des Grundlosen Brunnens – noch nicht in Detailverhandlungen eingestiegen, befinde sich erst im Bereich von Absichtserklärungen. Und wenn dann ein Areal zur Verfügung steht, müssen sich die zuständigen Gremien mit der Frage befassen, wie die Planung angegangen wird und wie und mit Hilfe welcher Fördertöpfe die Finanzierung auf die Beine gestellt wird. Einzig auf eines legen sich Juchem und Wienpahl fest: Noch 2022 soll klar sein, wo das neue Zuhause der Kirchheimbolander Wehr entstehen wird.
