Kirchheimbolanden RHEINPFALZ Plus Artikel VG Kibo: Wie geht es weiter mit dem Feuerwehrgebäude?

Das Feuerwehrgerätehaus (unten im Bild) kann auf dem bestehenden Gelände nicht erweitert werden.
Das Feuerwehrgerätehaus (unten im Bild) kann auf dem bestehenden Gelände nicht erweitert werden.

Das Feuerwehrgerätehaus ist zu klein geworden. Eine Erweiterung auf dem bestehenden Gelände ist aber „eindeutig nicht zu empfehlen“. Zu diesem Ergebnis kam eine Machbarkeitsstudie. Wie soll es jetzt weitergehen?

Ein Blick in den Feuerwehrbedarfsplan macht schnell klar: Das jetzige Gerätehaus entspricht nicht mehr den Anforderungen der Zeit. So fehlt es beispielsweise an einem Stellplatz für ein Wechsellader-Fahrzeug, der Lagerraum ist zu klein und unbeheizt. Das Materiallager ist über die ganze Wache verstreut – im Keller, in einem Kriechboden, zu erreichen über eine Leiter, in der Werkstatt und weiterhin im angemieteten Außenlager.

„Keine Erweiterung versuchen“

Die Machbarkeitsstudie, die von der Verbandsgemeinde in Auftrag gegeben wurde, kommt dann auch zu dem Schluss, dass in der Innenfläche derzeit rund 2000 Quadratmeter fehlen, rund 1600 Quadratmeter werden zudem im Außenbereich in erster Linie zusätzlich für Stellplätze gebraucht. Das Ergebnis der Studie zeigt außerdem ein sehr begrenztes Erweiterungspotenzial auf dem derzeitigen Grundstück. Der zukunftsorientierte Bedarf der Feuerwehr Kirchheimbolanden ließe sich nicht annähernd auf dem Grundstück umsetzen, heißt es darin.

Das mit der Studie beauftragte Architekturbüro Eichler aus Alzey empfahl dann dem Verbandsgemeinderat auch, auf dem bestehenden Grundstück keine Erweiterung zu versuchen. Dieses Ergebnis müsse man jetzt zunächst zur Kenntnis nehmen, so Verbandsbürgermeister Axel Haas. Die Diskussion um geeignete Standorte für einen Neubau oder die Frage, wie und auf welchem Gelände eine Erweiterung des Gerätehauses möglich sein könne, seien nicht Gegenstand der Tagesordnung, bremste der VG-Chef Wortmeldungen zu diesem Tagesordnungspunkt aus.

Gespräch mit der Stadt suchen

Als nächster Schritt müsse das Gespräch mit der Stadtspitze gesucht werden, sagte dazu auch der zuständige VG-Beigeordnete Armin Juchem im Nachgang zur Sitzung. Nach seinen Vorstellungen soll es dabei in den nächsten Tagen oder Wochen Klarheit geben. In jedem Fall wolle man der künftigen VG-Bürgermeisterin Sabine Wienpahl bereits bei der ersten Sitzung einen Lösungsvorschlag für das Feuerwehrgerätehaus präsentieren.

Auch Stadtbürgermeister Marc Muchow drückt hier aufs Tempo. Es müsse jetzt schnell gehen, die Gespräche über die Zukunft des Gerätehauses liefen immerhin schon eine ganze Zeit, sagte er bei der VG-Ratssitzung. „Wir haben natürlich großes Interesse daran, dass hier ein gutes Einvernehmen gefunden wird und dass unsere Feuerwehr gut ausgestattet und schlagkräftig ist“, sagte er. Vonseiten der Stadt wolle man alles tun, um die Verbandsgemeinde bei der Frage Erweiterung oder Neubau zu unterstützen.

Bestandsaufnahme

  • Weitere Punkte, die laut Bestandsaufnahme im derzeitigen Feuerwehrgerätehaus im Argen liegen: Eine Waschhalle ist vorhanden, kann aber wegen Doppelfunktion als Fahrzeughalle nicht genutzt werden.
  • Ein Waschraum nicht vorhanden, Waschmaschine und Trockner stehen in der Waschhalle, die auch gleichzeitig als

    Stellplatz für ein Kreisfahrzeug genutzt wird.

  • Es gibt nicht genügend Spinde, die Technik und das Mobiliar der Einsatzzentrale sind veraltet, die Technik ist nicht in einem separaten Raum verbaut und nimmt viel Platz in Anspruch.
  • Fast nebensächlich erscheint es da, dass auch die Kantine nur dann genutzt werden kann, wenn sie nicht für Besprechungen gebraucht wird.
  • Ein dicker Brocken dagegen: Der Parkplatz für die Aktiven ist zu klein, und es fehlt eine Außen-Übungsfläche.
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