KIRCHHEIMBOLANDEN Turmkreuz wird zur Zeitkapsel
Das frisch restaurierte Turmkreuz strahlt wieder auf dem Kirchturm der katholischen Kirche St. Peter. Mit Hilfe eines Aufzugs begann am Dienstag die Fahrt des 70 Kilogramm schweren Bauteils in Richtung Himmel – bis auf rund 35 Meter. Auf den letzten zehn Metern war Muskelkraft notwendig, ehe das in Luftpolsterfolie gehüllte Kreuz aus Eisen unbeschadet oben ankam. Am Wochenende zuvor war das restaurierte Kreuz bei einem Festgottesdienst gesegnet worden. Danach versenkten Architekt Philip Graeve und Metallwerker Michael Hartmut im Fuß des Kreuzes eine aktuelle Ausgabe der RHEINPFALZ und eine Dokumentation über die Restaurierung für die Nachwelt.
Das Kreuz war zu Beginn der Arbeiten am Turm von der Spitze gehievt worden. Die Witterung hatte über die vielen Jahrzehnte ihre Spuren hinterlassen, beispielsweise waren etliche Stahlnieten durchgerostet. Eine neue Erdung wurde ebenfalls eingebaut, das Kreuz dient am Turm auch als Blitzableiter. Nun strahlt es wieder über der Altstadt. Sobald die Temperaturen dauerhaft über fünf Grad Celsius liegen, erhält die Außenfassade des Turms ihren finalen Anstrich. Erst danach wird das Gerüst abgebaut und das Kirchenschiff eingerüstet.