Kirchheimbolanden Geheimnissuche auf dem Kirchturm in Kibo

Am Kirchturmkreuz hätte etwas versteckt sein können.
Am Kirchturmkreuz hätte etwas versteckt sein können.

Zeitkapseln sind Behältnisse, in denen Dinge aufbewahrt werden, die erst nach einer bestimmten Zeit wieder geöffnet werden sollen. Was das mit der Kirche St. Peter in Kirchheimbolanden zu tun hat.

Hütet die Turmkugel in Kirchheimbolanden auf der Spitze von St. Peter ein Geheimnis? Diese Frage stellte sich der Kirchheimbolander Sören Dall, der gerne historisch unterwegs ist. Denn solche Kugeln, die unter Wetterfahnen oder wie in Kibo unter dem Kreuz montiert sind, wurden schon öfter als Zeitkapseln zweitverwendet, dienten als sichere Aufbewahrungsorte für historische Zeugnisse, da sie so gut wie unzugänglich in schwindelerregender Höhe liegen.

Für darin gelagerte Schriftstücke kamen die Namen Kirchturmknopfakte oder Turmakten auf. Häufig gefundene Dokumente sind Aufzeichnungen der jeweiligen Kirchengemeinde, Auszüge aus Geburts- und Totenregistern und Berichte über besondere Ereignisse zur Bauzeit. Man fand jedoch auch schon Kurioses in Turmkapseln, wie zum Beispiel die Überreste einer Sumpfschildkröte, berichtet Dall von seinen historischen Recherchen.

Die Kirche St. Peter in Kirchheimbolanden wurde von 1842 bis 1846 erbaut. Seit September wird die Pfarrkirche umfangreich saniert. Momentan ist um den Kirchturm ein Gerüst aufgebaut, da dort die Mauern neu verfugt werden. Da das Kreuz sowieso abmontiert werden sollte, haben Architekt Philip Graeve und Pfarrer Stefan Haag nach der Anfrage der RHEINPFALZ auch die Turmkugel untersucht. Doch leider wurde nichts gefunden. Auf St. Peter wurden keine Dokumente oder Ähnliches versteckt. Aber es gibt ja auch noch andere Kirchen im Donnersbergkreis ...

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