Bockenheim
Neue Kita: Wieso auf die Eltern eine üppige Rechnung zukommt
Weil der protestantische und bislang einzige Kindergarten im Ort zu klein geworden ist, ist die Ortsgemeinde Bockenheim im vergangenen August in die Bresche gesprungen und hat selbst einen weiteren eröffnet. Der ist einstweilen im vormaligen Rathaus untergebracht, dessen früherer Ratssaal dient nun als Gruppenraum. Auch mit Essen werden die Kinder in der neuen Einrichtung versorgt – gegen Gebühr, aber bislang hat dieses Geld niemand eingefordert. Denn die Verbandsgemeinde musste zunächst einmal die Höhe der Beträge kalkulieren, und das hat sie nach Angaben der zuständigen Ortsbeigeordneten Gabriele Martin (SPD) trotz des Drängens der Bockenheimer erst jetzt getan. Also müssen die „Weinbergwichtel“-Familien nun nachträglich für jede bis Ende 2025 in Anspruch genommene Mahlzeit 4,30 Euro bezahlen. Für die Zeit seit dem Jahreswechsel werden jeweils 4,60 Euro fällig, und ab 1. August kostet ein Gericht dann 4,75 Euro. Falls Eltern die Nachzahlung nicht auf einen Schlag aufbringen können, dürfen sie das Essensgeld für die vergangenen Monate auch abstottern.