Zweibrücken
Fußball-WM: Wie gut sind die Chancen der Nationalmannschaft?
Michael Wobido ist Fußball- und besonders FCK-Fan. Bei der WM schaut er sich viele Spiele an, hat er sich vorgenommen. „Nicht nur die mit deutscher Beteiligung. Alles, was zeitlich im Rahmen ist“, sagt er. Die deutsche Nationalmannschaft sieht er generell gut aufgestellt. „Der Einzige, den ich nicht mitgenommen hätte, ist Sané. Einen Spieler aus Köln, dessen Namen mir jetzt nicht einfällt, sehe ich ein Stückchen weiter vor Sané. Jung, unbekümmert, während Sané meiner Meinung nach spielerisch schon ausgelutscht ist“, vertritt der Gastwirt eine klare Meinung. Die Chancen der deutschen Mannschaft schätzt er gut ein, bis zum Halbfinale sieht er die Nationalelf beim Wettbewerb, mit etwas Glück sogar im Finale.
Björn Hüther hat viele Jahre die Fußballer der SG Rieschweiler trainiert. Der Polizist schaut sich im Fernsehen „alles, was mich interessiert an. Die Mannschaften, die man so kennt. Spanien, Argentinien, Italien, Deutschland sowieso. Je nachdem, was die Zeit zulässt. Im Moment bin ich noch nicht im WM-Fieber, aber das wird sicher noch kommen“, sagt er. Ihm komme es nicht auf die Mannschaften an. Ob er allein zu Hause oder mit Freunden, eventuell beim Public Viewing, die Partien verfolgt, hänge vom Einzelfall und den Anstoßzeiten ab. „Man braucht bei so einem Turnier auch immer Glück, ich hoffe, dass die Deutschen mindestens ins Halbfinale kommen“, sagt der Trainer. Wie viele andere auch, hätte er zwei, drei Positionen anders besetzt als der Bundestrainer, aber der wisse schon, was er tue.
Angelina Thunack aus Homburg will sich ausschließlich die WM-Begegnungen mit deutscher Beteiligung ansehen. „Wenn das Wetter gut ist, gehe ich in Homburg auf den Christian-Weber-Platz zum Public Viewing“, erzählt sie. Auch in der Vergangenheit galt ihr Interesse fast ausschließlich der deutschen Mannschaft. „Aber aktuell kenne ich den Kader nicht“, gibt sie zu. Dennoch drückt sie der deutschen Equipe die Daumen. „Ich hoffe, dass sie möglichst weit kommen. Halbfinale wäre klasse, Finale wäre natürlich noch besser“.
Jan Grieser will so viele Spiele sehen, wie er kann. „Ich habe bei EM und WM immer alles geschaut, was ging. Ich schaue nicht nur die deutsche Mannschaft, sondern auch Spiele von kleineren Fußballnationen. Es kommt natürlich darauf an, wann die spielen, ich muss ja auch noch arbeiten“, erzählt der Krankenpfleger aus Zweibrücken, der aus einer eher Handball orientierten Familie kommt.
Florian Heubeck aus Contwig ist ebenfalls nicht limitiert bei der Auswahl der Fußballübertragungen. „Die Spiele der Deutschen schaue ich mir an. Aber wenn ich Zeit habe, schaue ich auch in andere Spiele rein. Ich kenne die Mannschaften anderer Nationen auch. Dass ich jetzt alle 48 zusammenbekomme, bezweifle ich, aber den Großteil kenne ich“, sagt Heubeck und ergänzt: „Aber wenn die Qualität fehlt, schalte ich auch mal ab.“. Die Viertelfinalteilnahme ist für ihn das Minimum für die deutsche Mannschaft. Für Florian Heubeck sei auch in den vergangenen Jahren die Qualität für einen Weltmeistertitel Deutschlands vorhanden gewesen, die Mannschaft habe ihr Können aber nicht abgerufen.
Frank Hüther aus Contwig schaut sich vermutlich nur die WM-Spiele mit der deutschen Mannschaft an. Die anderen Mannschaften kenne er zwar auch, aber die deutsche interessiert ihn am meisten. „Durch die jungen Spieler, die nominiert sind, finde ich die Mannschaft in diesem Jahr sehr gut. Ich habe auch das Spiel gegen Finnland gesehen, die Mannschaft zeigt Spielwitz. Mit Wirtz und Musiala ist gerade die vordere Abteilung wieder gut bestückt. Die Mannschaft zeigt ein schönes Laufspiel, man sieht auch schöne Kurzpassspiele, nicht nur lange Bälle“, beweist Frank Hüther Detailkenntnis. „Ich bin ehrlich und bin froh, wenn sie die Gruppenphase überstehen. Nach dem, was ich die letzten Jahre gesehen habe, bin ich Realist“, sagt er.