Kirchheimbolanden Das ist Kirchheimbolandens „Mensch des Jahres“

Bernd Hofmann (Dritter von rechts) mit der „Goldenen Wutz“ vor einem Entwurf des Terrassengartens. Gratulanten waren (von links)
Bernd Hofmann (Dritter von rechts) mit der »Goldenen Wutz« vor einem Entwurf des Terrassengartens. Gratulanten waren (von links) Braugerstenkönigin Larissa Knobloch, Bierkönig Ernst-Ludwig Huy, die Stadtbeigeordneten Birgit Dall, Jamill Sabbagh und Michael Ruther sowie Stadtbürgermeister Marc Muchow.

Kirchheimbolandens „Mensch des Jahres“ ist einer, der lieber in zweiter Reihe steht. Nicht als Unternehmer, da geht er voran, doch sein großes Engagement für die Stadt hält er zumeist im Verborgenen.

Er sei äußerst „überrascht über die Ehre, die mir zuteil wird“, sagte Bernd Hofmann beim Neujahrsempfang am Sonntag in der Stadthalle. Schließlich sei er doch hier aufgewachsen, fühle sich wohl und darüber hinaus „der Stadt und der Region sehr verbunden“. Stadtbürgermeister Marc Muchow aber betonte, dass es alles andere als selbstverständlich sei, in welch großem Maße der Gründer und Chef des Unternehmens Femeg – Spezialist für Präzisionsteile der Automobil- und chemischen Industrie sowie für Wasserzähler und Armaturen – sich einbringe.

Sein Herzensprojekt ist der barocke Terrassengarten. Im Jahr 2009 hat die Stadt die Reaktivierung der vor rund 250 Jahren zwischen Schloss und Ballhaus gelegenen Anlage in Angriff genommen. Eine Idee, „auf die nie jemand gekommen wäre“, wie Muchow sagte, hätte nicht Hofmann in den 1990er Jahren das Schloss erworben und vom damals desolaten Zustand zu dem stadtbildprägenden Gebäude umgebaut, das die heutige Seniorenresidenz seither darstellt.

Immer wieder Unterstützung für die Stadt

Seit Jahren unterstützt Bernd Hofmann nun das Projekt Terrassengarten. Anlässlich seines 80. Geburtstags im September beispielsweise hat er zuletzt 45.000 Euro gespendet – Geld, mit dem weitere 128 gusseiserne Baluster finanziert werden, die für Geländer auf der ersten Terrassenebene oberhalb der Langen Bahn benötigt werden. Es war beileibe nicht die erste Großspende des Unternehmers – aber eben jene, die für die Stadtverantwortlichen das Fass im positivsten Sinne zum Überlaufen gebracht hat: Laut Muchow war es eindeutig, dass Hofmann nun Kibos „Mensch des Jahres“ werden musste, obgleich er in seiner bescheidenen Manier ganz bestimmt nicht nach einer solchen Auszeichnung gestrebt hatte. Aber auch diese Zurückhaltung ist – wie bei vielen von Hofmanns Vorgängern, die diese Ehrung mitsamt zugehöriger „Goldener Wutz“ der Stadt erhalten haben – eben ein Aspekt, der mit der Auszeichnung gewürdigt werden soll.

Neben der Förderung durch Bund und Land seien es die privaten Zuwendungen, die das Projekt erst möglich machen, betonte der Stadtbürgermeister. Hofmann ist zuversichtlich, dass es mit dem Aufbau des Gartens weiter vorangeht: „Ich bin überzeugt, dass das klappt“, sagte er, „dass der Terrassengarten ein Anziehungspunkt für den Tourismus wird“.

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