Neustadt
Globus baut um: Mehr SB-Kassen und digitale Preisschilder
Im Globus-Markt in Neustadt wird seit Montag umgebaut. Wie Geschäftsleiter Peter Wessalowski auf Anfrage mitteilt, betreffen die Neuerungen vor allem den Kassenbereich. Eine der bisher 16 klassischen Kassen mit Band und Personal wird abgebaut und die verbliebenen werden leicht verschoben, sodass die Fläche für die Selbstbedienungskassen (SB-Kassen) laut Wessalowski etwa verdreifacht wird.
Die Anzahl der Terminals zum Selbstscannen beziehungsweise für den Service „Scan&Go“, bei dem Kunden schon an den Regalen ihre Waren mit einem Handscanner erfassen, steigt demnach von zehn auf 17. Zudem wird es an den neuen Terminals möglich sein, nicht nur mit Karte, sondern auch mit Bargeld zu zahlen oder bis zu 200 Euro abzuheben. Künftig wird es außerdem nicht mehr notwendig sein, den Kassenbon einzuscannen, um den Markt nach der SB-Kasse zu verlassen, kündigt der Geschäftsleiter an. „Der Kassiervorgang wird automatisch erkannt.“ Mit Diebstahl an SB-Kassen gibt es Wessalowskis Erfahrung nach in der Region wenig Probleme. Im Neustadter Markt überwachen zwei bis vier Mitarbeiter die Terminals, zudem habe der hauseigene Detektiv Langfinger im Blick.
Weniger Wartezeit, mehr Übersicht
„Gerade das Angebot ,Scan&Go’ ist bei uns äußerst beliebt, sodass der SB-Kassenbereich langsam an seine Grenzen kam“, begründet der Geschäftsleiter den Schritt. Der Umbau solle Wartezeiten vermeiden und mehr Raum sowie Übersichtlichkeit schaffen. „Viele andere Globus-Märkte haben das Konzept bereits mit großem Erfolg umgesetzt“, erklärt Wessalowski, „wir haben die Vorteile gesehen und ziehen jetzt nach.“ Gerade Kunden, die nur einen kleinen Einkauf tätigen oder eine Bestellung abholen wollen, hätten den Eindruck, dass das Bezahlen an den SB-Kassen schneller gehe – „auch wenn unsere 80 Kassierer natürlich geübt sind“.
Neuerungen stehen ebenso bei den Preisauszeichnungen an: Sie werden für die über 80.000 Artikel im Markt auf digitale Etiketten umgestellt. Ein Schritt, um „als moderner Händler wahrgenommen zu werden“, so Wessalowski.
Kunden haben die Wahl
Die Umbauarbeiten im Globus-Markt sollen bis Ende nächster Woche abgeschlossen sein. Wessalowski betont: „Nicht einer der 470 Mitarbeiter wird durch die Änderungen seinen Arbeitsplatz verlieren.“ Modernisierung und Digitalisierung seien ein „fließender Prozess“, bei dem man aber „nicht mit der Brechstange“ vorgehen dürfe, sondern die Kunden mitnehmen und deren Wünsche beachten müsse. Dabei ist dem Geschäftsleiter wichtig, dass die Kunden weiterhin die Wahl haben, wie sie bezahlen wollen. „Ältere suchen oft nach ,ihrer’ Kassiererin, und das wird auch in Zukunft möglich sein.“