Bad Dürkheim
Tapinoma magnum: Erfolgreiche Bekämpfung mit Kieselgur
Wie beispielsweise Landau oder Germersheim setzt auch die Stadt Bad Dürkheim beim Kampf gegen die Tapinoma magnum (Große Drüsenameise) auf den Einsatz von Kieselgur. Dabei handelt es sich um ein Pulver aus fossilen Kieselalgen, das mechanisch gegen die Insekten wirkt. Es beschädigt die schützende Wachsschicht der Ameisen, wodurch diese austrocknen und verenden.
Zur Bekämpfung von Tapinoma-Ameisen wird Kieselgur dünn und gleichmäßig an den Laufwegen, um Nester oder an Eintrittspunkten ins Gebäude verteilt.
„Geht beim Tiefbauamt eine Meldung über einen möglichen Befall ein – meist durch Hinweise aus der Bürgerschaft – wird zunächst überprüft, ob es sich tatsächlich um Tapinoma-Ameisen handelt. Anschließend bringt der städtische Baubetriebshof das Kieselgur-Pulver gezielt und mit Druck in die Ameisenstraßen ein. In der Regel lässt sich bereits nach einer Behandlung ein spürbarer Rückgang der Population feststellen“, ergänzt sie.
„Bekämpfung ist Privatsache“
Aktuell lägen dem Tiefbauamt Meldungen über Befälle im Stadtgebiet, in Ungstein, im Kurpark und im Fronhof vor.
Wie eine Sprecherin der Kreisverwaltung auf Anfrage mitteilte, ist die Art nach wie vor nicht als invasiv eingestuft: „Insofern gibt es keine Meldepflicht. Die Bekämpfung ist Privatsache.“
Auch die Stadt Bad Dürkheim wird nur beim Befall von öffentlichen Flächen, Gehwegen oder Mauern tätig. Die Tapinoma magnum stammt ursprünglich aus Südeuropa. Sie bildet sogenannte Superkolonien mit Millionen von Exemplaren und mehreren Königinnen. Aufgrund ihrer schieren Anzahl können die Insekten erhebliche Schäden an Gebäuden, Mauern oder technischer Infrastruktur wie Verteilerkästen anrichten. Auch Straßen oder Gehwege können die Tiere unterhöhlen.


