Bad Dürkheim
Höhenrettung geübt: Achterbahnfahrer auf dem Wurstmarkt „befreit“
Wenn die Fahrgeschäfte während des Zwischenmarktes nicht in Betrieb sind, rücken alljährlich Einsatzkräfte verschiedener Feuerwehren aus. Sie üben riskante und schwierige Rettungsmanöver.
Thomas Wolf von der Dürkheimer Wehr hat die Übung organisiert und insgesamt 18 Einsatzkräfte von den Berufsfeuerwehren Kaiserslautern und Ludwigshafen und den Freiwilligen Wehren Frankenthal und Bad Dürkheim zu der gemeinsamen Aktion eingeladen. Mit von der Partie war auch wieder der Teleskopgelenkmast mit Rettungskorb aus dem Fuhrpark der Ludwigshafener Feuerwehr. Das 38-Tonnen Fahrzeug wurde vor zwei Jahren für 1,4 Millionen Euro angeschafft und ermöglicht die Rettung von Menschen aus etwa 60 Metern Höhe.
Zwei Gondeln stecken fest
„Das heutige Szenario sieht so aus, dass zwei Gondeln, in der sich Personen befinden, aufgrund eines Stromausfalls hängen geblieben sind. Die ,Opfer’ werden von zwei unserer Dürkheimer Kameraden gespielt“, erklärt Thomas Wolf. Sollte sich solch ein Fall real ereignen, würden zunächst die Dürkheimer Kameraden gerufen, um Erstmaßnahmen, wie beispielsweise die Patientenversorgung und -betreuung zu übernehmen. „Wir können zwar zu den Personen hochklettern, aber das Abseilen schaffen wir nicht“, ergänzt der Feuerwehrmann. Zeitnah würden aber die Kameraden aus Kaiserslautern oder Frankenthal und nötigenfalls auch die Ludwigshafener mit dem Teleskopmast dazu beordert, wenn man mit der eigenen Drehleiter die Rettung nicht bewältigen könne.
Am Mittwoch gelang es unter den Augen zahlreicher Schaulustiger, sowohl den Höhenrettern aus Kaiserslautern als auch Frankenthal, die festsitzenden Personen aus den Gondeln zu befreien und unbeschadet nach unten abzuseilen.
Zusammenarbeit wird geprobt
„Für uns sind solche Übungen enorm wichtig, um die Zusammenarbeit im Bereich der Höhenrettung zu proben. Außerdem lernen so auch die Kameraden die Geräte und Einsatzmöglichkeiten der anderen Wehren kennen“, informiert Wolf. Sollte es bei vollem Wurstmarktbetrieb, beispielsweise an einem Samstagabend, zu einem Ernstfall kommen, müsse jeder Handgriff sitzen. Dabei sei das gegenseitige Vertrauen enorm wichtig.
„Sollte es nötig sein, das Ungetüm von Teleskopmast durch die Menschenmenge zu bewegen, hoffen wir, dass die Wurstmarktbesucher sich kooperativ und hilfsbereit verhalten und den Einsatz nicht behindern“, sagt Wolf, der jedoch hofft, dass solche Einsätze entweder gar nicht oder nur sehr selten vorkommen werden.



