Meinung
Diesel hat schlechte Karten
Die Lieferung neuer Elektrotriebwagen für die Linie S 6 ermöglicht auch im übrigen Netz der S-Bahn Rhein-Neckar einige Veränderungen. Betroffen ist unter anderem der Verkehr in die BASF. Dabei überwiegen alles in allem die Verbesserungen, aber der Wegfall des Direktzugs von Landau ist – trotz kürzerer Fahrzeiten bei der Umsteigeverbindung – für die Südpfalz ein schmerzhafter Verlust. Bezeichnend ist, dass Landau darunter zu leiden hat, dass die Bahnstrecke von Neustadt nach Wörth nicht elektrifiziert ist. Dass auf der elektrifizierten Strecke östlich von Neustadt möglichst wenig mit Diesel gefahren werden soll, ist nachvollziehbar, kostet die Südpfalz aber nun einen Direktzug, der von seinen teilweise langjährigen Fahrgästen sehr geschätzt wurde. Durch den Einsatz von Akku-Hybrid-Triebwagen in der Südpfalz könnten sich in einigen Jahren neue Optionen ergeben.
Höhere Regionalisierungsmittel erforderlich
Generell gilt, dass aus Klimaschutzgründen eigentlich sehr viel weitergehende Verbesserungen des Zugangebots angebracht wären als die in den kommenden Jahren geplanten. Dafür wäre aber eine deutliche Aufstockung der Regionalisierungsmittel erforderlich, die die Länder vom Bund für den regionalen Schienenverkehr erhalten. Davon ist im Ampelkoalitionsvertrag immerhin die Rede, aber, wie häufig, leider nur in sehr vager Form.

