Betrüger, Schmarotzer, Halbdebile, Geldgeile so weit die Oper reicht. Keine einzige richtig sympathische Figur auf der Bühne. Sergej Prokofjews Dostojewski-Adaption „Der Spieler“ gilt als typisch russisch – vor allem aber als selten gespieltes Meisterwerk, das jede Aufführung lohnt. Jetzt hat sich Mannheim an das personenreiche Stück gewagt. Inszeniert mit den spitzen Fingern der Kapitalismus-Kritik hat Tilman Knabe, in der Titelpartie überzeugte der georgische Tenor Zurab Zurabishvili.