Dass die Inszenierung blutleer sei, kann man ihr wahrlich nicht vorwerfen. Bei den Nibelungen-Festspielen in Worms wird gemeuchelt, gemordet, gerichtet, bis die Bühne entvölkert ist. Und dennoch wirkt die Abschiedsvorstellung Dieter Wedels nach 13 Jahren als Intendant fad. Mangelt es doch der fahrig anmutenden Aneinanderreihung von zugegebenermaßen eindrucksvollen Standbildern an Tiefgang. Der Beifall bei der Premiere am Freitag war sparsam, etliche Zuschauer verließen vorzeitig die Tribüne.