Mit „Unterwerfung“ traf der französische Schriftsteller Michel Houellebecq den Nerv der Zeit, nicht nur, weil der Roman am Tag des islamistischen Terroranschlags auf die Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ erschien. Seine Dystopie führt ins Jahr 2022, in der zweiten Runde der Parlamentswahlen haben die Franzosen die Wahl zwischen der Rechten Marie Le Pen und dem Kandidaten einer muslimischen Partei. Dieser setzt sich durch. Die Stimmung im Land verändert sich rasch, Frauen verschwinden vom Arbeitsmarkt, Führungskräfte werden ausgetauscht. Die Hamburger Bühnenversion, ein Solo mit Edgar Selge, wurde jetzt von seinem Neffen Titus Selge für die ARD verfilmt.