Kommentar
FCK: Abstiegskampf bis zur letzten Minute
So mancher hatte zumindest heimlich schon gerechnet: Ein Sieg in München, dann gegen den KFC Uerdingen am Samstag im Kellerduell gewinnen – und der FCK ist durch. Doch daraus wurde nichts. Der 1. FC Kaiserslautern war am Dienstagabend gegen den TSV 1860 München chancenlos. War das nun ein Rückfall? Waren die Löwen – getragen von einer Euphoriewelle inklusive Fanspalier entlang der Grünwalder Straße – einfach zu stark? Von beidem war es sicherlich etwas.
Das Spiel muss nun ganz schnell aus den Köpfen. Wenn die Lauterer am Samstag den KFC Uerdingen im Fritz-Walter-Stadion empfangen, dann braucht es vor allen Dingen die Tugenden, die das Team bei den Derbysiegen in Mannheim (2:0) und gegen den 1. FC Saarbrücken (2:1) auf den Platz gebracht hat: unermüdlicher Einsatz von der ersten bis zur letzten Minute, die absolute Überzeugung, ein mutiges Offensivspiel ohne die Abwehr zu vergessen und der Wille, alles für seine Teamkameraden zu geben. Die Roten Teufel müssen den Abstiegskampf leben.
Strapazierte Nerven
Dass sie es können, haben sie in den sechs Spielen ohne Niederlage immer wieder gezeigt. Das macht Mut. Klar ist aber auch: Der 1. FC Kaiserslautern muss sich im Drittliga-Keller auf Abstiegskampf bis zum 38. Spieltag, ja vielleicht sogar bis zur letzten Spielminute dieser Saison einstellen. Die Nerven der Fans, die zuletzt so eindrucksvoll immer wieder den Schulterschluss mit der Mannschaft demonstriert haben, werden in dieser Corona-Spielzeit gefühlt Woche für Woche bis aufs Äußerste strapaziert. Aber die Hoffnung lebt – auf ein Happy End einer verkorksten Saison.




