Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Ex-FCKler Dominique Heintz eröffnet Padel-Halle in Maikammer

Wie stark ist Dominique Heintz im Padel? „Gut“, sagt er.
Wie stark ist Dominique Heintz im Padel? »Gut«, sagt er.

Padel ist eine Trendsportart. Immer mehr Menschen greifen zum Schläger. In der Pfalz gibt es fünf neue Plätze. Einer der Verantwortlichen ist Ex-FCK-Spieler Dominique Heintz.

Eigentlich soll Dominique Heintz nur ein, zwei Bälle für ein Foto über das Netz zu seiner Ehefrau Laura spielen. Dann packt den Fußballprofi aber kurz der Ehrgeiz und der Ballwechsel wird länger, ehe Heintz dann doch den Schläger senkt. „Jeder, der mich kennt weiß, ich verliere nicht gerne. Das fängt beim Brettspiel zu Hause an und hört beim Padel auf“, sagt Heintz und lacht.

Seit Montag, 1. Juni, ist die Halle des Padel-Clubs Weinstraße geöffnet. Sie liegt direkt neben dem Schwimmbad. Heintz ist einer von vier Geschäftsführern. Mit ihm haben sein jüngerer Bruder David sowie Kindheitsfreund Daniel Schäuble und Nachbar Ole Heeß die Padel-Club Weinstraße GmbH gegründet.

Courts in Pirmasens und Kaiserslautern

Padel ist eine Mischung aus Tennis und Squash. Laut deutschem Tennis Bund ist die Sportart derzeit die am schnellsten wachsende der Welt. Nach Angaben des Westfälischen Tennis-Verbandes gibt es weltweit mehr als 18 Millionen Spieler. In Rheinland-Pfalz ist die Trendsportart noch nicht recht angekommen. Gespielt wird auf einem Platz, der mit Gitter und Glas abgegrenzt ist. Es gibt vereinzelt Courts in der Region, in der Pfalz laut Tennisverband Rheinland-Pfalz in Pirmasens, Kaiserslautern und Ludwigshafen. Seit 1. Juni kann nun auch auf den fünf Plätzen in Maikammer gespielt werden.

An dieser Stelle finden Sie ein Video via Glomex.

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Erstmals mit der Trendsportart in Berührung gekommen ist Heintz bei einem Teamevent beim 1. FC Köln. Vor knapp zwei Jahren war das. Irgendwann sei dann auch der Freundeskreis auf den Geschmack gekommen. Als dann die Frage aufkam, wo man in der Pfalz spielen könnte, fiel dem Quartett auf, dass sich die nächsten Plätze zu jenem Zeitpunkt in Karlsruhe oder Mannheim befanden. „Da kam dann die Idee auf, einen eigenen Klub zu eröffnen“, erinnert sich Heintz. „Wie das halt so ist, wenn man abends zusammen sitzt. Aber aus Jux wurde ernst.“

Familientag am Sonntag

Zur Eröffnung am Montagmittag hat eine Gruppe von vier jungen Männern den Hauptplatz in der Hallenmitte gebucht. Während das Quartett spielt, kümmern sich Heintz, Schäuble und Heeß um allerlei Organisatorisches. Für kommenden Sonntag ist ein großer Familientag geplant. Abends startet ein Turnier. 85 Spieler haben sich bereits angemeldet.

Eigentlich ist der Kirrweilerer auf dem Fußballplatz zu Hause.
Eigentlich ist der Kirrweilerer auf dem Fußballplatz zu Hause.

Schon jetzt, so berichtet es der Fußballer, sind die Plätze in Maikammer gefragt. Ab dem Nachmittag seien sie ausgebucht. Auch für den Rest der Woche kämen Anfragen rein. Gebucht werden kann über die App „Playtomic“. Geöffnet hat die über 2500 Quadratmeter große Halle von 8 bis 22 Uhr, sieben Tage die Woche. Jeder Platz ist mit Flutlicht ausgestattet. Das Feld in der Mitte erfüllt sogar die Anforderungen, um offizielle Turniere zu spielen.

Teil von Adidas-Kampagne

Ein echter Hingucker in der Halle ist das pinke Feld ganz hinten. Der Platz ist Teil der Pink-Movement-Kampagne des Ausrüsters Adidas. Damit unterstützt der Sportartikelhersteller die Brustkrebsforschung. In Maikammer fließen ein Teil der Einnahmen dieses Courts zudem an ein von Heintz gewähltes Projekt: das Kinderhospiz Sterntaler in Dudenhofen. Weltweit gibt es nach Angaben des Herstellers für Padelplätze, AFP Courts, 25 pinke Plätze in neun Ländern. In Deutschland kann auch beim Just Padel Club in Ihringen im Breisgau auf dem rosafarbenen Belag gespielt werden.

Hauptberuflich ist jedoch keiner der vier, die Heintz-Brüder, Heeß und Schäuble, beim neu gegründeten Padel-Club Weinstraße aktiv. So arbeitet unter anderem Schäuble nach wie vor im eigenen Betrieb. Und Dominique Heintz verfolgt seine Karriere als Profifußballer weiter.

Vorerst keine FCK-Rückkehr

Noch ist es nicht klar, wohin es den 32-Jährigen als Nächstes zieht. Am Saisonende endet sein Vertrag beim 1. FC Köln. Derzeit liefen Gespräche mit am Innenverteidiger interessierten Vereinen. Eine Rückkehr zu seinem Herzensklub, dem FCK, könne er sich gut vorstellen. Doch zumindest in der kommenden Saison wird das nichts, wie bereits in der vergangenen Woche Thomas Hengen, der Geschäftsführer der Roten Teufel, im SWR-Podcast bestätigt hatte. Heintz’ Rolle als erfahrener Innenverteidiger mit starkem linken Fuß sei derzeit von Jacob Rasmussen besetzt.

Bis Heintz wieder auf dem Fußballplatz aktiv wird, es ist ja Sommerpause, nimmt er sicherlich noch das ein oder andere Mal den Padel-Schläger in die Hand. Aber alles nicht zu wild. Denn der Fußball steht im Vordergrund. „Aber beim Padel-Training rennt man nicht zu viel, da geht es eher um die Basics“, sagt Heintz.

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