FCK RHEINPFALZ Plus Artikel Nach FCK-Niederlage bei den Löwen: Volle Konzentration auf das Kellerduell

Kopfsache: Ex-Löwe Tim Rieder (rechts) gegen Löwen-Routinier Sascha Mölders.
Kopfsache: Ex-Löwe Tim Rieder (rechts) gegen Löwen-Routinier Sascha Mölders.

Abhaken. Den Blick auf das ganz wichtige Kellerduell gegen Uerdingen richten. Nach dem 0:3 beim TSV 1860 München waren sich Spieler und Trainer des Drittligisten 1. FC Kaiserslautern einig. Einer hatte sich seine Rückkehr nach München anders vorgestellt.

Michael Köllner, der Trainer der Münchner Löwen, brachte es auf den Punkt: „Das war kein Spiel auf Augenhöhe.“ Eine Aussage, die in Richtung des Kaiserslauterer Übungsleiters Marco Antwerpen ging, der genau dies vor dem Duell der beiden Traditionsklubs erwartet hatte. „Der Fokus sollte eigentlich von Beginn an darauf sein, erst einmal alles zuzulaufen und gut gegen den Ball zu arbeiten. Das haben wir nicht gemacht, deswegen gehen wir hier auch verdient mit 3:0 unter“, musste denn auch Antwerpen eingestehen.

Der Aufstiegsaspirant aus dem Münchner Stadtteil Giesing war wie schon im Hinspiel, das ebenfalls 3:0 für die Löwen endete, zu stark. Der FCK hatte – gerade auch mit Blick auf die Tordifferenz, die im Abstiegskampf noch entscheidend sein kann – Glück, dass die Partie nicht noch deutlicher endete. „Wir haben nicht das Spiel der letzten Wochen auf den Platz gebracht“, meinte Kapitän Jean Zimmer. Wohl wahr.

Raab erfährt am Morgen von seinem Einsatz

Matheo Raab hatte sich einen ganz anderen Abend gewünscht. Der 22-Jährige kam zu seinem zweiten Ligaeinsatz von Beginn an für den FCK, weil Stammtorwart Avdo Spahic stark erkältet wieder aus München abreisen musste. So erfuhr Raab am Morgen im Teamhotel, dass er zwischen den Pfosten stehen wird. „Wir sind schwer in die Partie gekommen. Alles war sehr hektisch, wir haben keine Kontrolle bekommen“, analysierte der Torwart. „In der zweiten Halbzeit haben wir dann auch noch einen frühen Nackenschlag kassiert.“

Raab war daran wesentlich beteiligt. Löwen-Angreifer Sascha Mölders kreuzte im Strafraum clever den Weg des Torwarts, der den Routinier zu Fall brachte. „Ich werfe mich parallel zu ihm vor den Ball, er lässt sich in mich reinfallen“, sagte Raab.

Rieders bittere Rückkehr

Den folgenden Elfmeter verwandelte Phillipp Steinhart zum 2:0 (52.). Steinhart war es auch, der auf 3:0 erhöhte (70.) – FCK-Verteidiger Philipp Hercher hatte das Leder unhaltbar abgefälscht. Die Führung der Sechziger besorgte Richard Neudecker mit einem sehenswerten Heber (31.) – der FCK wurde nach einem eigenen Eckball klassisch ausgekontert. Sehr zum Ärger des Trainers: „Wir machen den Fehler, den Eckball nicht so auszuspielen, wie wir es eigentlich vor hatten. Wir schlagen ihn wieder mal auf den zweiten Pfosten. Da soll er nicht hin. Durch einen eigenen Eckball kriegst du das 1:0 und spielst 1860 München voll in die Karten.“ Die Art und Weise, wie die Tore fielen, wurmte auch Tim Rieder gewaltig. Ihm selbst gelang es vor dem 1:0 nicht, Merveille Biankadi zu stoppen, zumindest mit einem taktischen Foul den Konter zu unterbinden. „Sechzig hat eine starke Mannschaft, aber so dürfen wir nicht auftreten“, haderte der 27-Jährige. Die Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte hatte er sich so nicht vorgestellt. In der vergangenen Saison war er vom Bundesligisten FC Augsburg an die Löwen ausgeliehen. Im Sommer wechselte der Defensivspieler dann zu den Roten Teufeln. „Das ist ein gebrauchter Tag“, meinte Rieder 45 Minuten nach dem Abpfiff, als er ratlos vor dem altehrwürdigen Stadion an der Grünwalder Straße am Mannschaftsbus des FCK stand. „Es war alles zu hektisch, wir haben nicht ins Spiel reingefunden.“

Die Niederlage, da sind sich Rieder, Raab, Zimmer und auch Antwerpen einig, muss nun ganz schnell abgehakt werden. Bereits am Samstag (14 Uhr) geht es im Fritz-Walter-Stadion mit dem Kellerduell gegen den KFC Uerdingen weiter. „Da haben wir ein ganz wichtiges Spiel, wo wir den Dreier unbedingt brauchen“, betonte der Trainer. Das sieht auch Jean Zimmer so: „Das müssen wir gewinnen!“

Kommentar: Abstiegskampf bis zur letzten Minute.

An dieser Stelle finden Sie ein Video via Glomex.

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