Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Eulen Ludwigshafen wollen Essen-Spiel gegen Wetzlar reparieren

Bleibt bei den Eulen: Mittelmann Pascal Bührer.
Bleibt bei den Eulen: Mittelmann Pascal Bührer.

Eulen-Trainer Ben Matschke ist froh, dass seine Mannschaft nach der jüngsten Heimniederlage gegen Tusem Essen nicht gleich wieder ran musste. Am Donnerstagabend (19 Uhr) soll seine Truppe in der Friedrich-Ebert-Halle gegen den Tabellenachten HSG Wetzlar wieder mit einer anderen Überzeugung auftreten. Einer hat den Eulen ein Treuebekenntnis gegeben.

Eineinhalb Wochen hatten die Eulen Spielpause. „Die Niederlage gegen Essen wog schon anders als andere Niederlagen. Da war es gut, dass wir Zeit zum Reparieren und Ausrichten hatten“, findet Matschke. Auch, weil der März ein ganz wichtiger Monat für den Klub im Abstiegskampf werde – mit den Begegnungen jetzt gegen Wetzlar, gegen die Rhein-Neckar Löwen, Lemgo, Hannover, Melsungen und dann am Ostersamstag zu Hause gegen Coburg.

Die knappe Niederlage gegen Essen nach den zuvor guten Spielen in Göppingen und in Stuttgart ist aufgearbeitet. „Ich hab’ mir das mit den Jungs noch mal angeschaut. Viel gefehlt hat ja nicht, da gehen viele Szenen einfach nicht zu unseren Gunsten aus“, stellt der Eulen-Coach fest. Man habe seiner Mannschaft aber angemerkt, dass sie mehr zu verlieren habe als Essen.

Matschke: „Untereinander noch mehr helfen“

Die zahlreichen Eulen-Fehlwürfe führt er allerdings nicht auf eine überhöhte Nervosität im Abstiegsspiel zurück. „Mir hat da bei den Würfen einfach die richtige, letzte Überzeugung gefehlt. Ein Wurf im Spiel gegen Essen hat halt eine andere Bedeutung als in anderen Spielen“, weiß der 38-Jährige. Das wüssten aber auch alle Spieler, mit einzelnen habe er noch mal Gespräche geführt und ihnen Hilfestellungen an die Hand gegeben.

Am Donnerstag sollen seine Jungs (bis auf den weiter verletzten Jannik Hofmann) wieder anders auftreten als gegen Essen. „Auch Till Klimpke wird ja ein paar Bälle halten“, sagt Matschke lapidar mit Blick auf den Gäste-Torwart. „Ich will aber, dass unsere Körpersprache ausstrahlt, dass wir eine Überzeugung haben und dass wir uns untereinander noch mehr helfen“, fordert er vor dem Spiel gegen die HSG Wetzlar; den Verein, zu dem er nach der Saison als Trainer wechselt.

Schlechte Erinnerungen ans Hinspiel

Beim Wetzlarer Team von Trainer Kai Wandschneider, das mit 20:16 Punkten Achter in der Tabelle ist, setzte es in der Hinrunde eine krachende 11:29-Niederlage, die schwächste Leistung der Eulen bisher in dieser Saison. „Meine Mannschaft konnte sich in dem Spiel nicht mehr regulieren“, sagt Matschke rückblickend, schob das aber auch auf das große Hickhack damals um die Eberthalle als mögliches Impfzentrum in Ludwigshafen.

Der Einfluss der Corona-Krise auf die Spieler sei nicht zu unterschätzen. „Die haben ja auch Homeschooling oder studieren online und müssen abseits des Sports ganz viele Dinge bewältigen. Das ist, wie für viele derzeit, ein täglicher Kampf.“ Man wisse nie, was unter der Woche an Einflüssen auf das eigene Team und den Gegner einprassele. Zurück zur HSG Wetzlar: „Uns macht Mut, dass wir im Jahr 2021 in allen Spielen richtig dran waren“, sagt Matschke. „Wir wollen das Essen-Spiel gegen Wetzlar ein Stück weit reparieren. In der Art, wie wir unsere Würfe angehen und Größe zeigen.“

Bührer fühlt sich bei den Eulen wohl

Am Mittwoch teilte der Klub mit, dass Mittelmann Pascal Bührer seinen im Sommer auslaufenden Vertrag bei den Eulen ligaunabhängig um zwei Jahre bis 30. Juni 2023 verlängert. 2017 wechselte Bührer als Drittliga-Torschützenkönig von der SG Köndringen/Teningen in die Pfalz. „Das persönliche Umfeld hier passt. Mannschaft, Fans, Betreuer und Geschäftsstelle, das stimmt. Hier fühle ich mich wohl“, sagt der 25-Jährige. Geschäftsführerin Lisa Heßler freut sich über das Treuebekenntnis: „Von seinem Spielverständnis und wie er sich einbringt, passt er einfach zu den Eulen.“

x