Neustadt Weinprämierung der LWK: Die besten Weingüter der Pfalz 2024
Sie gilt als Höhepunkt des Prämierungsjahres der Landwirtschaftskammer (LWK): die Verleihung der (Großen) Staatsehrenpreise an die Weingüter, deren eingereichte Erzeugnisse am meisten überzeugt haben. Ihnen wurden am Freitag im Neustadter Saalbau die Urkunden für ihre Leistung von Kammerpräsident Michael Horper, Staatsministerin Daniela Schmitt (FDP), der Pfälzischen Weinkönigin Denise Stripf und der Deutschen Destillatkönigin Anna Steinmann überreicht.
Dabei wurde die Qualität der angestellten Weine betont. Seit über 70 Jahren sei die Landesprämierung ein Versprechen an die Verbraucher: Wenn ein Wein mit einer Kammerpreismünze ausgezeichnet wird, stehe das für Qualität.
Die besten Weingüter des Wettbewerbs
220 Betriebe aus der Pfalz haben in diesem Jahr an dem Weinwettbewerb teilgenommen und insgesamt 3866 Weine angestellt. 976 davon haben eine goldene Medaille erhalten, 2020 Mal wurde eine silberne Münze vergeben und 660 Mal eine bronzene.
Die Leistung jener 15 Betriebe, deren Weine in Summe am besten bewertet wurden, wurde am Freitag mit dem Staatsehrenpreis gewürdigt. Zwei Betrieben wurde in diesem Jahr der Große Staatsehrenpreis verliehen. Zum einen ging er an den Forster Winzerverein (Kreis Bad Dürkheim) und zum anderen an das Weingut Thomas Steigelmann aus Neustadt-Gimmeldingen. Der Große Staatsehrenpreis ist die höchste Auszeichnung, die das Land Rheinland-Pfalz im Weinbau vergeben kann. Diesen erhält ein Weingut, wenn es innerhalb von zehn Jahren zum fünften Mal mit einem Staatsehrenpreis ausgezeichnet wird.
26. Mal in Folge einen Staatsehrenpreis erhalten
Über einen solchen Staatsehrenpreis durften sich 13 Betriebe freuen. Darunter unter anderem das Weingut Bärenhof aus Bad Dürkheim-Ungstein oder das Weingut August Ziegler aus Maikammer (Kreis Südliche Weinstraße), die seit Jahren fester Bestandteil auf der Liste der Weinprämierung sind. So erhielt der Bärenhof zum 17. Mal in Folge einen Staatsehrenpreis, wie Thomas Weihl, Leiter des Weinbauamts in Neustadt, bei der Verleihung betonte. Das Weingut Ziegler ist laut Weihl seit 1999 dabei und stand am Freitag zum 26. Mal in Folge auf der Bühne, um seinen Staatsehrenpreis entgegenzunehmen.
Neutralität steht im Fokus
Zum letzten Mal wurde diese Ehre Helmut Darting vom Weingut Darting in Bad Dürkheim zuteil. Zum Jahresende wird der Winzer aufgrund von fehlender Nachfolge die Produktion einstellen. Seine bereits produzierten Weine wird er in den nächsten Jahren noch abverkaufen. „Selbst auf seiner Zielgerade ist Helmut Darting wie gewohnt erfolgreich“, sagte Weihl während der Verleihung. Für das laufende Prämierungsjahr habe er seinen 29. Staatsehrenpreis innerhalb von 34 Jahren verliehen bekommen. Der Staatsehrenpreis für Sekt ging an die Schloß Wachenheim AG in Wachenheim (Kreis Bad Dürkheim). Zudem wurden im Zuge der Veranstaltung auch die Besten der teilnehmenden Edelbrenner geehrt. In dieser Kategorie ging das erste Mal ein Großer Staatsehrenpreis in die Pfalz, nämlich an die Nordpfälzer Edelobst- und Whiskydestille in Winnweiler (Donnersbergkreis).
Insgesamt lasse sich ein Rückgang in den Anmeldungen feststellen, teilt Rainer Göhl von der Landwirtschaftskammer mit. Er ist für die Organisation der Prämierung zuständig und begründet den Rückgang unter anderem mit den erhöhten Betriebskosten und dem großen Angebot an weiteren Wettbewerben. Insbesondere die jüngere Generation setze vermehrt auf Alternativen zum traditionellen Wettbewerb der LWK.
Göhl betont jedoch: „Unser Trumpf ist die absolute Neutralität des Wettbewerbs.“ Durch diesen fairen Vergleich mit geschulten Verkostern trage die Weinprämierung zu einem stetigen Qualitätsstreben bei. Das zeige sich auch wieder an den Ehrenpreisträgern in diesem Jahr.

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