Im Garten Tipp: Krokusse pflanzen

Krokusse verwandeln Rasen in blühende Flächen.
Krokusse verwandeln Rasen in blühende Flächen.

Der Krokus gehört zu den Zeigerpflanzen des Vorfrühlings. Er kann unter Umständen aber auch die letzte gepflanzte Blume vor dem Winter sein. Blühende Krokusse erfüllen eine wichtige Funktion: Sie sind Nektarquellen für Hummeln, Wild- und Honigbienen. „Sie öffnen ihre Blüten im Frühjahr mit den ersten warmen Sonnenstrahlen und blühen im Herbst zu einer Zeit, wo das Nahrungsangebot schon gering ist“, sagt Susanne Deininger, Leiterin der Fachgruppe Blumenzwiebeln und Rhizome bei der Gesellschaft der Staudenfreunde.

Zwischen 80 und 200 Arten

Botanisch gesehen sind Krokusse Geophyten. Anders als Tulpen und Schneeglöckchen bilden sie keine Zwiebeln, sondern kugelige, birnenförmige oder abgeflachte Knollen, in denen sie Energie speichern können. Wie viele Arten existieren, darüber gibt es in der Wissenschaft unterschiedliche Auffassungen – je nach Sichtweise zwischen 80 und 200. Für den gärtnerischen Gebrauch unterscheidet Deininger grob zwischen herbstblühenden und frühjahrsblühenden Krokussen. „Letztere werden häufig unterschieden in Wildkrokusse und Gartenkrokusse, meist großblumige Hybriden von Crocus vernus und Crocus chrysanthus“, erklärt die Expertin. Den Blütenflor im Frühling eröffnet der meist helllila-, manchmal auch rosafarbene Elfenkrokus (Crocus tommasinianus), der gern verwildert. Als reich blühend gelten die Sorten Tricolor und Firefly des Crocus sieberi.

Die herbstblühenden Krokusse werden ab August gepflanzt. Die Frühlingsblüher kommen ab September in die Erde. „Gut gelagerte Knollen, die fest, sauber und noch nicht ausgetrieben haben, kann man bis in den Dezember hinein pflanzen, solange der Boden nicht gefroren ist“, sagt Olaf Beier vom Bundesverband Einzelhandelsgärtner.

Kaum Krankheiten

Während die herbstblühenden Schwertliliengewächse grundsätzlich einen eher schattigen und feuchten Standort bevorzugen, gedeihen Frühlingskrokusse besser auf eher trockenem Grund. Denn zu viel Nässe bringt Fäulnis. Krokusse sind kaum anfällig für Krankheiten und vermehren sich in der Regel von allein. Im Garten ist es wichtig, dass man ihnen vor allem nach der Blüte Zeit lässt, damit die Knollen ausreichend Energie speichern können: Die Blätter nicht schneiden, bevor die Pflanze einzieht. „Wenn man Krokusse im Rasen haben will, darf man keinesfalls vor Mai mähen“, betont Deininger. Ihr Tipp: Krokusse am sonnigen Gehölz- oder Beetrand ansiedeln und es ihnen überlassen, wie weit sie in den Rasen einwandern wollen.

x