Im Garten RHEINPFALZ Plus Artikel Erdbeeren jetzt noch pflanzen

Auch auf dem Balkon findet sich Platz für Erdbeerpflanzen.
Auch auf dem Balkon findet sich Platz für Erdbeerpflanzen.

In drei Monaten ist Erdbeerzeit. Die Früchte aus dem Garten schmecken allemal besser als die aus dem Supermarkt. Um ein Beet anzulegen, ist es noch nicht zu spät. Auch wer nur einen Balkon hat, muss auf eigene Ernten nicht verzichten.

Normalerweise ist der Herbst eine gute Zeit, um mit der Erdbeerkultur zu beginnen. Aber auch im Frühjahr ist es möglich, ein Beet anzulegen: Der Gartenhandel bietet noch Pflanzen an.

Walderdbeeren schmecken unvergleichlich aromatisch, neigen aber dazu, sich im Garten auszubreiten.
Walderdbeeren schmecken unvergleichlich aromatisch, neigen aber dazu, sich im Garten auszubreiten.

Um Erdbeeren, ob im Beet, im Topf oder am Spalier, ein gutes Wachstum zu ermöglichen, ist ein feuchter, mittelschwerer bis leichter, nährstoffreicher, leicht saurer Boden mit einem hohen Humusgehalt ideal. Die Jungpflanzen werden so tief gepflanzt, dass das Herzblatt gerade noch herausschaut. Zu tief oder zu hoch sollten sie nicht stehen. In trockenen Wochen müssen die neu angelegten Beete kontinuierlich gewässert werden, da die Pflanzen noch kein ausreichendes Wurzelsystem haben.

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Erdbeeren, die klettern oder „abhängen“

Vollreife Erdbeeren frisch aus dem eigenen Anbau sind fruchtige Delikatessen und kaum mit den gekauften Beeren zu vergleichen. Ein fehlender Garten ist heutzutage kein Grund mehr, auf diese Genüsse zu verzichten, da geeignete Sorten und spezielle Pflanzgefäße einen Anbau selbst auf der Terrasse und dem Balkon zulassen.

Aus den Nüsschen lassen sich neue Pflanzen ziehen.
Aus den Nüsschen lassen sich neue Pflanzen ziehen.

Seit einigen Jahren sind die Klettererdbeeren sehr beliebt. Die Mutterpflanzen bilden ständig Ausläufer, die sozusagen in der Luft hängen, und dort blühen und fruchten und sogar selbst wieder Ausläufer entwickeln. Diese Ranken klettern jedoch nicht von alleine; sie sollten ständig an einem Maschendraht oder an Stäben hochgebunden werden. Möglich ist es auch, diese Erdbeeren in Kästen hoch an der Wand anzubringen und sie dann als Hängeerdbeeren zu kultivieren. Klettererdbeeren sind mehrmals tragende Sorten. Im Juni/Juli tragen die Mutterpflanzen Früchte, während von den Ablegern bis zu den ersten Frösten immer leckere Beeren zu naschen sind.

Ableger der Pflanzen zur Vermehrung nutzen

Klettererdbeeren gehören aber leider nicht zu den langlebigen Sorten; nach zwei bis drei Jahren ist ihre Kraft erschöpft, und Neuanpflanzungen sind vonnöten. Um auf einen teuren Neukauf verzichten zu können, zieht man sich rechtzeitig Jungpflanzen an. Geeignet sind die Tochterpflanzen der ersten Generation, also die Ausläufer direkt neben der Mutterpflanze. Diese lässt man zwischen Ende Juli und Anfang August in der Erde wurzeln, kappt den weiteren Ausläufer und nabelt die Pflanze ab, sobald sich einige Blätter gut entwickelt haben.

Bei der Aussaat sollte man Geduld haben. Die Pflänzchen wollen gehegt und gepflegt werden.
Bei der Aussaat sollte man Geduld haben. Die Pflänzchen wollen gehegt und gepflegt werden.

Folgende Vorgehensweise lohnt sich bei anderen Erdbeersorten: Unter die Ableger werden mit Erde gefüllte Tontöpfchen eingegraben, in denen die Jungpflanzen wurzeln können. So kann man sich beispielsweise den Umzug in ein anderes Beet etwa alle drei Jahre erleichtern. Das ist bei den meisten Sorgen nötig, da sie sonst nur noch kleine Früchte hervorbringen.

Eine andere Methode, auf kleiner Fläche viele Erdbeeren zu kultivieren und später zu ernten, ist der Anbau in Tonnen oder ähnlichen Pflanzgefäßen. Hier werden die Pflanzen nicht nur an der Oberfläche eingesetzt, sondern auch an den Seitenwänden, nachdem dafür Löcher im Abstand von zehn bis 15 Zentimetern gebohrt wurden.

Mobile Pflanzmethode mit Vorteilen

Diese Pflanzmethode hat zum einen den Vorteil, dass auf kleinster Fläche zahlreiche Erdbeeren fruchten und zum anderen die Tonnen mobil sind. Sie können mit einer Sackkarre transportiert werden. So lassen sie sich im Spätsommer durch Kübel mit blühenden Pflanzen ersetzen. Für eine Bepflanzung von Tonnen eignen sich besonders Monatserdbeeren (Fragaria vesca var. semperflorens), da sie keine Ausläufer bilden, die für ein unübersichtliches Erdbeerdickicht im Gefäß sorgen würden.

Die Früchte sollten mit Stroh oder Häckselgut unterlegt werden, um Fäulnis und Schimmel zu vermeiden.
Die Früchte sollten mit Stroh oder Häckselgut unterlegt werden, um Fäulnis und Schimmel zu vermeiden.

Monatserdbeeren sind nahe Verwandte der Walderdbeeren (Fragaria vesca) und entwickeln kleinere Früchte, die im Aroma aber unübertroffen sind. Sie zählen ebenfalls zu den mehrfach tragenden Sorten, die von Juni bis in den November Früchte tragen. Einmal gekaufte Monatserdbeeren lassen sich in den folgenden Jahren leicht über Aussaat im Frühjahr vermehren.

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