Games
In und um Mainz entstehen großartige Aufbauspiele: Willkommen in Wuselland-Pfalz!
Wiesbaden: Gently Mad
Ja, Wiesbaden liegt nicht in Rheinland-Pfalz – ist aber nur einen Steinwurf entfernt. Außerdem haben die Gründer von Gently Mad in Trier studiert und ihre ersten Spiele entwickelt. Ihr Endzeit-Aufbauspiel „Endzone – A World Apart“ hat sich mehr als eine Million mal verkauft. Da wundert es wenig, dass die Entwickler dem Riesenhit eine Fortsetzung spendieren. Der zweite Teil ist nun kurz vor der Gamescom angekündigt worden, soll 2025 erscheinen. Darin geht’s erneut darum, eine Gruppe Überlebender nach der Apokalypse auch am Leben zu halten. Wie schon im Vorgänger wird das Spiel im sogenannten Early Access veröffentlicht, ist also schon vor der eigentlichen Veröffentlichung spielbar. Unter anderem soll das Erkunden der Spielwelt einen größeren Stellenwert bekommen.
Ingelheim: Envision
Ebenfalls den Weg über Early Access geht Volker Wertich mit seinem Team von Envision Entertainment in Ingelheim bei „Pioneers of Pagonia“. Das farbenfrohe Aufbauspiel sieht nicht nur aus wie ein neues „Die Siedler“-Game – es wird als inoffizieller Nachfolger gehandelt. Kein Wunder: Wertich hat Anfang der 1990er Jahre „Die Siedler“ erfunden und den ersten Teil sogar noch im Alleingang designt und programmiert. Das Interesse an dem Spiel jedenfalls ist groß – am Stand des Unternehmens bildeten sich während der Gamescom lange Schlangen. Wertich hat angekündigt, das Spiel mit dem höchsten Wuselfaktor zu schaffen. Heißt: Auf dem Bildschirm soll es für die Spieler immer wieder nette Details zu entdecken geben, wenn sie den kleinen Pionieren beim Sägen, Ernten oder Bauen zusehen.
Mainz: Ubisoft Blue Byte
Für Schlagzeilen sorgte während der Gamescom auch das größte Entwicklerstudio in Rheinland-Pfalz: Ubisoft Blue Byte. Das Unternehmen mit Sitz in Düsseldorf (und Standorten in Berlin und Mainz) hat am Rande der Messe eine Förderung über 5,7 Millionen Euro aus Bundesmitteln entgegennehmen dürfen. Laut der Branchenwebseite gameswirtschaft.de ist das die bislang höchste Förderung für ein Spiel, die das Bundeswirtschaftsministerium bislang bewilligt hat. An was das Studio arbeitet, ist allerdings noch geheim. Auf dem Förderscheck ist das Spiel als „Projekt: Placeholder“ notiert. Da das Team mit „Anno 1800“ bewiesen hat, dass sie Aufbauspiele nahe der Perfektion beherrschen, liegt der Schluss nah, dass die Rheinhessen am nächsten Teil der „Anno“-Serie arbeiten.