Gesellschaft
Zum Tag der Komplimente: Schön, dass es Dich gibt
Haben Sie heute schon ein Kompliment ausgesprochen? Nein? Sie tun sich schwer damit, ihrem Gegenüber etwas Nettes zu sagen? Kein Problem. Google hilft Ihnen schnell auf die Sprünge, wenn Sie an diesem 1. März, dem Welttag der Komplimente, Worte statt Blumen sprechen lassen wollen. Unzählige Tipps finden sich im Internet, die einen mehr, die anderen weniger geistreich. Aber dafür gegliedert. Die schönsten Komplimente für Frauen etwa „Schön, dass es Dich gibt“. Und die besten für Männer, beispielsweise „Ich bin beeindruckt, wie du das alles meisterst“.
„Kompliment“ kommt aus dem Französischen und steht im Duden als „lobende, schmeichelnde Äußerung“. Also etwas, was Frau oder Mann gerne hört. Doch Vorsicht – nicht jedes gut gemeinte Wort wird auch als solches aufgefasst.
Lob drückt Respekt aus
Ein gutes Kompliment würdigt etwas, das den Empfänger ausmacht oder was er geleistet hat – eine gelungene Ansprache, eine handwerkliche Arbeit. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Menschen Komplimente über ihr Äußeres für deutlich weniger bedeutsam halten als solche über ihren Charakter oder ihre Leistungen. Denn das Lob drückt Respekt aus. Das kann auch so klingen: „Du bist ein richtiger Freund, weil du mir zuhörst“. Komplimente stärken Beziehungen. Sie müssen allerdings glaubwürdig sein und von Herzen kommen. Ein gelungenes Kompliment hinterlässt beim Gegenüber ein angenehmes Gefühl, schmeichelnde Worte schüren eher Misstrauen.
Alles ganz schön kompliziert mit den Komplimenten. Besonders schnell entstehen Missverständnisse zwischen Menschen aus verschiedenen Kulturen. Das kann schon mit einer einfachen Geste beginnen: In Deutschland und weiten Teilen Europas bedeutet der nach oben gestreckte Daumen etwas Positives. Man signalisiert auf kurze, prägnante Weise „Gut gemacht“, „Super“ oder „Alles in Ordnung“. Vor allem bei Kurznachrichten ist der nach oben zeigende Daumen beliebt – spart man sich doch viele Worte. Doch in Australien oder Griechenland ist dieser Fingerzeig eine obszöne Geste und gilt als vulgäre Beschimpfung.
Also sich doch lieber mit Komplimenten zurückhalten? Wie bei allem gilt: Das Maß der Komplimente, der richtige Zeitpunkt und Anlass müssen stimmen, sonst kann sich die Wirkung schnell ins Gegenteil verkehren.