Politik Versicherung zahlt 100 Millionen an BASF

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«Ludwigshafen». Der wirtschaftliche Schaden der BASF durch das tödliche Explosionsunglück vom 17. Oktober 2016 ist durch eine Versicherungszahlung von 100 Millionen Euro ausgeglichen worden. Das Ende der Ermittlungen gegen den Beschuldigten ist derzeit nicht abzusehen.

Der Chemiekonzern BASF nimmt den bei dem tödlichen Explosionsunglück vom 17. Oktober 2016 zerstörten Rohrgraben im Landeshafen Nord nach und nach wieder in Betrieb. Seit dieser Woche könne die Pipeline für Propylen – das ist einer der wichtigsten Grundstoffe der chemischen Industrie – wieder benutzt werden, sagte BASF-Finanzchef Hans-Ulrich Engel gestern auf der Halbjahres-Pressekonferenz des Unternehmens. In den ersten sechs Monaten 2017 sei der Gewinn gegenüber der gleichen Vorjahreszeit um 29 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro gestiegen, sagte BASF-Chef Kurt Bock. Mit dem Neustart der Propylen-Pipeline sei ein wichtiger Meilenstein bei den Reparaturarbeiten im Nordhafen erreicht, so Engel. Bis Ende September sollen diese abgeschlossen sein. Zu dem Explosionsunglück mit vier Toten und 29 Verletzten ist es nach bisherigen Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft Frankenthal gekommen, als im Ludwigshafener Nordhafen bei Wartungsarbeiten an einer geleerten und gespülten Pipeline eine benachbarte, mit brennbarem Raffinat gefüllte Röhre von einem Mitarbeiter einer Fremdfirma mit einer Trennscheibe angeschnitten wurde. Der Landeshafen Nord wurde bei dem Unglück schwer beschädigt. Nachdem die Staatsanwaltschaft den Unglücksort freigegeben hatte, begann die BASF dort Anfang Februar mit den Aufräumarbeiten. 38 Röhren, die in einem Graben verlaufen, wurden auf einer Länge von 200 Metern demontiert. Der Rohrgraben im Nordhafen ist ein wichtiger Logistik-Knoten des Stammwerks. Zehn der 38 dort laufenden Röhren sind Ver- und Entsorgungsleitungen für nicht-chemische Stoffe wie Brunnenwasser, Abwasser und Dampf. 28 Leitungen enthalten 20 unterschiedliche Chemikalien wie Ethylen, Propylen und verschiedene Raffinate. Die durch das Unglück verursachten Gewinneinbußen seien durch eine Versicherungszahlung in Höhe von 100 Millionen Euro ausgeglichen worden, sagte Bock. Sowohl die Kosten des Wiederaufbaus als auch der Schaden durch Betriebsunterbrechungen waren versichert. Das Ende der Ermittlungen gegen den Beschuldigten, den Mitarbeiter der Fremdfirma, sei nicht in Sicht, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt in Frankenthal, Hubert Ströber, der RHEINPFALZ. Es gebe für solche Fälle nur sehr wenige Sachverständige. Mit dem BASF-Unglück seien teilweise die gleichen Experten befasst, die sich auch um die Explosion einer Gasleitung am 23. Oktober 2014 mit zwei Toten in Ludwigshafen kümmerten. Auch dafür stünden noch Gutachten aus. Wirtschaft

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